Alles Liebe zum 50. ISC!

Der ISC Club feiert seinen 50. Geburtstag mit einem Festival im Freien. Aus der anrüchigen Studentenbude ist eine der Topadressen im Berner Nachtleben geworden. Doch der Club blickt in eine ungewisse Zukunft.

Beim Betreten des ISC Clubs liegt dieser eigentümliche, unverkennbare Geruch in der Luft: eine Mischung aus Putzmittel und Bier, wobei das Ganze mit einer erdigen Note angereichert ist. Es ist keinesfalls ein übler Geruch, sondern einer, der sehr viele gute Erinnerungen wach werden lässt. Dazu mehr später.

Die erdige Note im ISC-Parfüm mag daher rühren, dass sich der Club in Räumlichkeiten befindet, die am Fusse des Bierhübelis ins Erdreich hineingebaut wurden. Als der ISC 1970 an seinem jetzigen Standort eröffnet wurde, kostete der Eintritt für studentische Mitglieder einen, für Gäste zwei Franken. Zur Verfügung standen ein Rechaud zum Kaffeekochen und ein Automat, an welchem alkoholfreie Getränke bezogen werden konnten.

Den ganzen Text (Der Bund, 10.9.20) gibst hier zu lesen.

Clubsafari 2020

Die Berner Ausgehlandschaft ist in einem konstanten Wandel – neue Bars spriessen aus dem Boden, altbekannte Lokale bekommen neue Namen, ganze Gassen wandeln sich.

Im Rahmen des «Tag der offenen Clubtür» führe ich am Samstag 12. September 2020 durchs Berner Nachtleben und zeigt nicht nur die hippen Bars und angesagten Clubs, sondern auch die anderen Seiten des Nachtlebens: Wo finden Jugendliche ihre Freiräume? Was gibt es an niederschwelligen Angeboten in der Innenstadt? Aber auch: Mit was hat das Nachtleben zu kämpfen? Was macht Corona mit dem Nachtleben?

Start: 15 Uhr Les Amis (Rathausgasse 63), Dauert 2 – 2.5 Std, aufgrund von Corona findet die Tour ausschliesslich im Freien statt. Weiter Infos und Anmeldung hier.

Grand Tour de Schland

Beim Städte-Familienfest gewinnt das deutsche Essen den Sympathiebonus.

ich hab dich ja kürzlich besucht. «Wie jetzt, den Wüstling im Ruhrpott?!», wird die werte Bund-Leserschaft jetzt wahrscheinlich ausrufen. Nun ja. Auf meiner Ferienreise quer durch den 27. Kanton habe ich eine veritable Grand Tour de Schland hingelegt und in Augsburg, Heidelberg, Trier, Hamburg, Lübeck, Stralsund und eben in dir Halt gemacht.

Die anderen Städte sind alle wahnsinnig malerisch, idyllisch, romantisch, backsteingotisch, amphietheatrig, hafenpromenadig schön. Dich hingegen hat man im Krieg übel rangenommen und dann beim Wiederaufbau geschlampt. Richtig kriminell geschlampt. «Einkaufsstadt» nennst du dich, wobei deine Beton-Konsumtempel seelenloser nicht sein könnten. Ausserdem hingen früher, als die ganzen Bergbauanlagen noch in Betrieb waren, stets ein Geruch von faulen Eiern und Wolken von Russ über dir. Alles in allem sind das tatsächlich nicht die besten Voraussetzungen, um ein Schönheitsköniginnenkrönchen abzuholen.

Aber mit dir ist es so wie mit Kindern, liebes Essen: Die hässlichen hat man doch besonders lieb, und ausserdem brauchen sie mehr Zuneigung, weil sie ständig gemobbt werden.

Die ganze Poller-Kolumne (Der Bund 26.8.20) gibst hier zu lesen.

Die Jazzszene trifft sich in Bern

Für die Serie «Life at the Zoo» kommen Musikschaffende aus der ganzen Schweiz zu spontanen Formationen und Aufnahmesessions zusammen – in einem Tonstudio im Berner Rossfeldquartier.

«Ehrlund-Klebemikrofon, pfff, jetzt reden sie wieder Fachchinesisch», sagt Tom Gsteiger, grinst breit, setzt einen Kopfhörer auf und wendet sich dem Kamin zu. Dort prasselt nicht etwa ein gemütliches Feuer, sondern darin steht ein Bildschirm, der vier Jazzmusiker und -musikerinnen beim Verrichten ihres Handwerks zeigt. Es ist Samstagnachmittag, wir befinden uns in der Kommandozentrale des Aufnahmestudios The Zoo im Berner Rossfeldquartier. Der Kamin-Bildschirm gewährt Einblick in das, was live im Nebenraum veranstaltet und gleichzeitig hier im Regieraum aufgezeichnet wird.

Den ganzen Beitrag (Der Bund 19.5.20) zu den Aufnahmesessions im Studio The Zoo gibts hier zu lesen

«Das Tier in mir»

«Ihr redet über Dingen wie Politik, Gott und Geld. Kann man diese Dinge essen? Nicht? Dann sind sie ja wohl komplett unnütz.» (Schimpanse)

«Was ist das für ein primitives Wesen, das nicht einmal seinen Hintern nachwachsen lassen kann?!» (Regenwurm)

Am 4. Juni wird im Dählhölzli und dem Bärengraben die Ausstellung «Das Tier in mir eröffnet», zu welcher Frau Feuz Texte beigesteuert hat. (Mehr zur Ausstellung hier) Ausserdem läuft vom 4. bis 16. Juni 2019 im Loeb das Gassenkino. Das heisst, dass sich das Publikum ins Schaufenster setzten und die Menschen draussen beobachten kann. Dazu gibts jeweils zur vollen und zur halben Stunde eine 20-minütige Soundcollage zu hören, in der Tiere den Menschen und dessen Eigenheiten kommentieren. Es sprechen Affe: Thomas U. Hostettler / Bandwurm: Matto Kämpf / Bär: Marcus Signer / Ente: Heidi Maria Glössner / Filzlaus: Sandra Küenzi / Fledermaus: Julia Monte / Hund: Stefano Wenk / Pfau: Andri Schenardi / Regenwurm: Ariane von Graffenried / Texte und Soundcollage © Frau Feuz

Das Gassenkino ist ein Herzblut-Projekt und ich freue mich sehr, wenn ihr es euch anhören geht. Der Besuch ist gratis und auch für Kinder geeignet. Alle weiteren Infos gibts hier.

Fantasy Basel

Weltraum-PilotInnen, SuperheldInnen, Zombies, Roboter, Monster, Manga-Figuren, Ritter, Science-Fiction, Comics, Games, kunstvolle Gewände und aufwändige Maskierungen – Das ist die Fantasy Basel. Vom 3. bis 5. Mai 2019 ging die fünfte Ausgabe der grössten Convention für Popkultur in der Schweiz über die Bühne. Rund 54’000 Parallelwelt-Lieberhaberinnen aus ganz Europa reisten an, um sich auf insgesamt 60’000m2 zu vergnügen. Mit dabei: Eine ganze Menge an Cosplayerinnen, also Menschen in aufwändigen Kostümen, und Frau Feuz mit ihrem Aufnahmegerät.

Zum ganzen Beitrag mit zahlreichen Bildern von der Fantasy Basel gehts hier