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Buskers: Schieben und Schleppen

Beim dreitägigen Strassenmusik-Festival Buskers befördern die Bands ihre Ausrüstung bis zu 20 Mal durch Berns Altstadtgassen. Dabei behelfen sie sich allerlei abenteuerlicher Transportmittel.

Was sich am Donnerstagnachmittag um 16 Uhr im Schlachthaus-Theater ereignet, erinnert an Tetris. Rund 150 Künstler und Künstlerinnen aus 22 Nationen haben sich im Saal eingefunden und schwirren mit allerlei Instrumenten und technischen Gerätschaften durch den Raum. Alle treten sie dieses Wochenende im Rahmen der 14. Ausgabe des Strassenmusik-Festivals Buskers in der Berner Altstadt auf, und alle haben sie hier im Schlachthaus einen kleinen Abstellplatz für ihr Equipment zugeteilt bekommen. Dazu wurde der Boden mit Klebeband in 31 unterschiedlich grosse Bereiche eingeteilt.

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topelement

Moby Dick im Wohlensee

Es ist ein wahres Ungetüm aus der Englischen Literatur, welches sich das Ensemble VORORT für die aktuelle Aufführung unter freiem Himmel vorgenommen hat – ein Ungetüm, das 50 Tonnen wiegt und dessen Kopf alleine schon sieben Meter lang ist: Moby Dick. Der Roman von Hermann Melville aus dem Jahr 1851 erzählt die Geschichte rund um den einbeinigen Kapitän Ahab, welcher den weissen Pottwal Moby Dick durch die sieben Weltmeere verfolgt und in seinem blindwütigen Hass weder sich, sein Schiff noch seine Crew schont. Frau Feuz war bei der Première dabei.

NESSIE GESICHTET!!

Werte  Leser*innen, ich habe in diesem Schottland Video-Aufnahmen machen können, welche die Existenz von Nessie ein für all Mal beweisen!!! Hier exklusiv für Sie:

 

Es erstaunt nicht, dass sich Nessie in Loch Ness bis anhin einwandfrei zu verbergen wusste. Schliesslich ist besagtes Loch mit einer Tiefe von 230 Metern der zweitiefste See der britischen Inseln, wobei der grösste Teil auf mehr als 152 Tiefe liegt und gerade mal 13.6% der Seefläch flacher sind als 30 Meter. Das heisst: Die Ränder sind sausteil, und fallen an gewissen Stellen gar in einem Winkel von 75° ab.

Wer jetzt gerade gedacht hat «ideal bei heissem Wetter für einen Köpfler, da stösst man sich wenigstens nicht die Birne», dem seien folgende Fakten nicht vorenthalten: In tieferen Lagen ist Loch Ness gerade mal fünf Grad warm, an der Oberfläche könnte der See in einem sonnenreichen Sommer (also eigentlich nie) theoretisch 12 Grad erreichen. Wer hier baden geht, ist entweder ein knallharter Hund oder strunzblau – egal zu welcher Liga man gehört, bevor fünf Minuten um sind, ist die Chance gross, dass man den Löffel abgegeben hat. Ausserdem ist Loch Ness aufgrund von Torfpartikeln tiefschwarz und soll über zahlreiche Höhlen und Ausbuchtungen verfügen – dort unten dürfte sich also tatsächlich so einiges tummeln. Aber wer weiss das schon so genau. Bis anhin waren mehr Menschen auf dem Mond als am Grunde von Loch Ness.

Sie mögen tiefe Seen? Dann machen Sie doch einen Ausflug nach Brienz. Der Brienzersee ist mit seinen 260 Metern noch tiefer als Loch Ness, in ähnlich malerischer Umgebung angesiedelt, dabei aber mit aktuellen 20 Grad temperaturmässig schon fast im Bereich Kinderplanschbecken. Und Monster gibt es dort dieses Wochenende am Brienzersee Rockfestival auch zu begutachten.

Postkarte aus Leningrad

Andere gehen ins Museum, Frau Feuz geht in die U-Bahn und zwar im schönen St. Petersburg, oder wie es 1955 noch hiess: Leningrad. In dem Jahr wurde in der zweitgrössten Stadt Russlands die Metro eröffnet. Und was für eine. Denn wenn der Sozialist klotzt, dann klotzt er richtig und das tat er eben auch beim Bau der U-Bahnstationen. Die erste Linie verband die wichtigsten Fernbahnhöfe der Stadt südlich der Newa mit den südwestlichen Industriegebieten, wobei auf opulente, tempelartige Prunk-Architektur mit viel Marmor, Skulpturen, Kronleuchtern, Reliefs und Ähnliches gesetzt wurde. Nicht umsonst wurden die Stationen gemeinhin auch als Kathedralen fürs Volk bezeichnet. Aber schauen sie doch selber und zwar hier.

Beim Bau besagter U-Bahn musste wegen sumpfigem Untergrund übrigens tiefe gebuddelt werden. Rund 70 Meter tief liegt das U-Bahn-System von St.Petersburg und gehört somit zu den tiefsten Anlagen der Welt. Da dauert eine Fahrt auf der Rolltreppe, zum Beispiel aus der 102 Meter tief gelegenen Station Admiralteiskaja an die Erdoberfläche, locker mal ein paar Minuten.

Sie gehen lieber ins Museum als in die U-Bahn? Dann bietet sich im August beste Gelegenheit. An allen vier Samstagen können dank der Aktion «Gratis ins Museum» 19 beteiligte Berner Institutionen unentgeltlich besucht werden.

#BernNotBrooklyn

Das Weyerli ist zwar nicht Coney Island, aber hey, auch an unseren Badestränden ist mächtig was los.

Man fürchtete ja kurz um das Seelenheil der Badi-Jugend und hoffte inbrünstig, dass diese dem Englischen noch nicht mächtig sei, als die beiden Herren Yangboy$ vom Dicksucken und Ähnlichem zu trappen begannen am Weyerli Beizli Fest in Frau Feuz’ Hausbadi. Die Jugend rächte sich dann auf ihre ganz eigene Weise, hielt sich zeitweilig demonstrativ die Ohren zu und fragte zwischen zwei Songs, ob die Herren Yangboy$ denn wirklich nicht besser rappen könnten. Aufmüpfige minderjährige Kunstverächter dürften allerdings nicht das Hauptproblem der zwei Yangboy$ gewesen sein, denn die Bühen, welche da kurzerhand neben die überdimensionierte Hüpfburg gepackt wurde, stand in der prallen Sonne. Nüt da mit chillen und dickdippen im kühlen Nass, sondern hüpfen you must, Bitches.

Posten Sie Ihr Foto/Video auf irgendeiner digitalen sozialen Plattform mit dem Zusatz #BernNotBrooklyn. KulturStattBern wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es pünktlich zum Katerfrühstück.

Hinter Clubtüren schauen

Was ist der Unterschied zwischen einem Club und einem Konzertlokal?
Warum muss die Musik in Diskos so laut sein?
Wie viele Türsteher braucht ein Club?
Was ist eine Produktion?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibts am 29. April, dann ist nämlich Tag der offenen Clubtür. Berner Clubs öffnen an diesem Samstag tagsüber ihre Pforten und gewähren Neugierigen Einblick. Wenn Sie die Clubs nicht alleine aufsuchen möchten, dann kommen Sie doch mit mir auf eine geführte Clubsafari.

Start: 16 Uhr im Bonsoir (Aarbergergasse 33/35)
Stationen: Bierhübeli, Dead End, ISC, Dachstock der Reitschule

Am 29.4. für einmal auch tagsüber weit geöffnet

Die Tour dauert ca. zwei Stunden, vor Ort geben Clubbetreiber*innen und Angestellte Auskunft über ihre Tätigkeiten und beleuchten unterschiedliche Bereiche von Kulturbetrieben. Die Safari ist gratis und richtet sich explizit auch an ältere Semester und Menschen, die nicht mit der Clubkultur vertraut sind. Nehmen Sie doch diese Gelegenheit war, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und Fragen zu stellen. Ich freu mich auf Sie!

Herzlichst,
Ihre Frau Feuz

P.S. Sie haben jetzt schon eine Frage? Dann schreiben Sie mir doch hier eine E-Mail.

Festival für digitale Kultur

Digitales ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken: Digitalradio, digitales Fernsehen, Internet, das World Wide Web, Computerspiele, Youtube … die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Dieser Umstand zeichnet sich auch in der Welt der Kunst ab, wo sich Kunstschaffende Inspiration holen bei Robotik, Computeranimation, Datensätzen oder Algorhythmen. Einige dieser ästhetischen Auseinandersetzungen gibt es zurzeit in Bern zu sehen und zu erleben, findet doch gerade das erste Festival für digitale Kultur statt, wofür Dampfzentrale und Schlachthaustheater zusammengespannt haben. Frau Feuz hat sich mit den Machern von «Digital Playground» unterhalten und bekam dabei gar einen digitalen Orgasmus vorgeführt.

Jahresrückblick vom Zeichentisch

Eine scharfe Beobachtungsgabe und ein Interesse an Menschen und Klischees ist unabdingbar, will man ein erfolgreicher Karikaturist werden. Das macht die diesjährige Ausgabe von «Gezeichnet» einmal mehr klar, also diejenige Ausstellung im Museum für Kommunikation, welche alljährlich die besten Schweizer Pressezeichnungen zeigt. Von rund 50 Karikaturisten (wovon gerade mal sechs weiblich sind) werden dieses Jahr insgesamt 200 Werke gezeigt, welche die wichtigsten Debatten und Ereignisse des vergangenen Jahres aufgreifen.

Tom Künzlis alias TOMZ Kommentar zur Föhnwelle der amerikanischen Nation

Sarkastisch, bitterbös und teilweise grotesk oder zumindest humorvoll überzeichnet wird da mit scharfer Feder den nationalen und internationalen Grössen aus Politik und Gesellschaft zu Leibe gerückt.

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«Saufen für die Obdachlosen»

Viele halten das Dead End, also das dreistöckige Haus beim Henkerbrünnli, für eine zwielichtige Spelunke, in die man einkehrt, wenn alles andere bereits geschlossen hat. Weniger bekannt ist, dass das Dead End auch eine Notschlafstelle und eine Gassenküche beherbergt und somit eine wichtige soziale Funktion in der Stadt Bern übernimmt.

Im Feature «Saufen für die Obdachlosen» kommen BetreiberInnen des Dead Ends zu Wort sowie Menschen, welche sich in der Gassenküche verköstigen oder im Sleeper übernachten. Und natürlich dürfen auch die zum Teil nicht mehr ganz so artikulationsstarken Partyraketen der frühen Morgenstunden nicht fehlen.


«Saufen für die Obdachlosen» ist ein Feature von Gisela Feuz, die Aufnahmen entstanden alle im Sommer 2016.