Kultur im Ausnahmezustand

Wie verändert sich Kultur in der Krise und wie die gesellschaftliche Praxis im Umgang mit Kultur? Diese und andere Fragen disktutieren am Mittwoch 26.8.20 von 18:30 – 20 Uhr im Polit-Forum Bern:

– Philippe Bischof, Direktor Pro Helvetia
– Anneli Binder, Geschäfts- und künstlerische Leitung Dampfzentrale
– Raphaël Brunschwig, Chief Operating Officer Locarno Film Festival
– Andreas Ryser, Mouthwatering Records und Präsident IndieSuisse

Moderation: Gisela Feuz, Kulturjournalistin, Dozentin und Moderatorin

UPDATE (29.8.20) Die Veranstaltung wurde auch im Livestream übertragen und kann hier nachgeschaut werden.

«Keine Tanzorgie anzetteln»

Wegen Corona gibt es die Berner Bee-Flat-Konzerte erstmals in einer Sommerausgabe im Innenhof des Progr. Der künstlerische Leiter Arnaud Di Clemente erklärt, wie das abläuft und warum nur Hausbands auftreten.

Herr Di Clemente, wegen der Corona-Massnahmen brauchen Turnhalle und Lehrerzimmer für ihr Gastro-Angebot im Innenhof des Progr bereits mehr Platz als gewöhnlich. Jetzt kommen noch Ihre Konzerte dazu. Können Sie die BAG-Vorschriften einhalten?

Ja, das können wir. Turnhalle, Lehrerzimmer, Progr-Stiftung und wir sind in enger Absprache, wie wir das vor Ort genau regeln wollen. Es wird drei getrennte Bereiche geben, je einen für die beiden Gastrobetriebe und einen für das Konzertpublikum. Für den Gastro- und Konzertbesuch gibt es jeweils einen separaten Eingang, wo die Daten aller Besuchenden erhoben werden. Zudem haben wir im Konzertbereich auch eine 1,5-Meter-Sonderzone eingeplant für Menschen aus der Risikogruppe, die auf Distanz gehen wollen. Wer Konzerte in dieser Zone schauen möchte, kann sich im Vorfeld bei uns melden.

Das ganze Interview mit Arnaud Di Clemente, dem künstlerischen Leiter von bee-flat im PROGR, gibst hier. (Der Bund 8.7.20)

Die Jazzszene trifft sich in Bern

Für die Serie «Life at the Zoo» kommen Musikschaffende aus der ganzen Schweiz zu spontanen Formationen und Aufnahmesessions zusammen – in einem Tonstudio im Berner Rossfeldquartier.

«Ehrlund-Klebemikrofon, pfff, jetzt reden sie wieder Fachchinesisch», sagt Tom Gsteiger, grinst breit, setzt einen Kopfhörer auf und wendet sich dem Kamin zu. Dort prasselt nicht etwa ein gemütliches Feuer, sondern darin steht ein Bildschirm, der vier Jazzmusiker und -musikerinnen beim Verrichten ihres Handwerks zeigt. Es ist Samstagnachmittag, wir befinden uns in der Kommandozentrale des Aufnahmestudios The Zoo im Berner Rossfeldquartier. Der Kamin-Bildschirm gewährt Einblick in das, was live im Nebenraum veranstaltet und gleichzeitig hier im Regieraum aufgezeichnet wird.

Den ganzen Beitrag (Der Bund 19.5.20) zu den Aufnahmesessions im Studio The Zoo gibts hier zu lesen

«Tschäss»

Wie alle anderen sind auch die Herren Tomazobi derzeit in Corona-Quarantäne. Deswegen hat das illustere Quartett ein paar Freund*innen inklusive Frau Feuz gebeten, via Video bei ihrem Song «Tschäss» mitzutun. Das Resultat gibts hier zu sehen und zu hören – schön geworden!

Tomazobi & Fründe "Tschäss 2020"

Weil wir uns sonst nicht sehen, haben wir ein paar Freunde gebeten, bei unserem Song "Tschäss" mitzumachen. Das Resultat seht ihr hier. Herzlichen Dank allen Beteiligten, es ist uns eine Ehre! Bitte unterstützt die Künstler*innen in dieser Zeit, streamt ihre Songs oder kauft ihre Tonträger.Mit Jean-Pierre von Dach, Daniel Durrer Tobi Heim, Steff la Cheffe, Matto Kämpf, Gigi Moto, Urs Binggis Gehri, Frölein Da Capo, Serge and Peppers Records, Schmidi Schmidhauser, Jocelyne Rudasigwa, Jocelyne Rudasigwa, Markus Schrag, Baze, Basil Eret, Christian Wicky, Gisela Feuz, Noah Veraguth, Shirley Grimes, Bruno Dietrich, Marc Amacher, Adrian Weyermann, Dana Burkhard, Dominik Gysin, Benedikt Wieland, Jamie Wong-Li, Curly Sue, Häni Christian, Another Me, @Li Za, Alischa Boss, Tobi Gmür, Mathias Schenk, Tschirky Marius, Smith&Smart, Maxwell Smart, Ric Strakow, Dj Robert Smith, KING PEPE, Simon Hari, Christoph Trummer, Raphael Jakob, Baldy Minder, Reg Fry, Mich Ge, Roli Elmer, Maze Kuenzler, Muso StammDanke @Matthias Hämmerly für die Inspiration!Die Originalversion von "Tschäss" ist auf dem Tomazobi-Album "Chue" zu finden.

Gepostet von Tomazobi am Mittwoch, 22. April 2020

«Mind Alibi»

Frau Feuz hatte die Ehre, bei «Home Sessions» Runde 4 mittun zu dürfen. Home Sessions ist ein musikalischer Stafettenlauf, bei dem unterschiedliche Musiker*innen zusammen einen Song produzieren, ohne voneinander zu wissen. (Mehr zum Projekt gibts hier.) In diesem Fall diente eine Synthie-Spur als Vorlage – entstanden ist daraus schlussendlich der Song «Mind Alibi».

Home Sessions Nummer 4 mit viel Frauenpower diesmal ♥: Es ist ein musikalischer Stafettenlauf. Wenn ganz unterschiedliche MusikerInnen zusammen einen Song machen, ohne sich zu kennen oder zu treffen ist das ein grosses Abenteuer. Diesmal war der Initiator der ersten Spur Scumfuck Rumour, der eine verdammte Eurodance Synthie Spur ablieferte – eine grosse Herausforderung für alle :-). Hier kommt "mind alibi" Danke Gisela Feuz Isabelle Ryser Lila Siewczyk und Uristier Cherplatz und Lina ♥ für's Mitmachen. Gemischt wurde der Eurodance-Punk-Hitkracher von MusiXmotion mit Mike Wittwer auf der Dachterasse im berner Liebefeld. Aber seht selber. Viel Spass. THE MONOFONES Uristier E-L-R parties break hearts Motorizer NASTY RUMOURS

Gepostet von Matthias Hämmerly am Freitag, 17. April 2020

Beteiligte: Isabelle Ryser (Bass), Lila Siewczyk (Drums), Jot Amstutz (Örgeli from hell), Mike Wittwer (mixing), Frau Feuz (Gesang und Text) und Matthias Hämmerly (Spirit und Gitarre)

Song-Stafette «Home Sessions»

Seit rund 30 Jahren ist Matthias Hämmerly in diversen Rock-Bands aktiv (Nobody’s Darling, The Fuckadies, The Monofones) und wie alle anderen ist auch er derzeit dazu verdammt, seine Gitarre nur Zuhause spielen zu dürfen. Wer Hämmerly kennt, der weiss allerdings, dass dieser deswegen kaum Trübsal bläst – dafür ist der Kreativkopf zu umtriebig.

Sein neustes Projet heisst «Home Sessions» und beginnt meistens mit einer Gitarrenspur. Diese Spur wird an eine von Hämmerly ausgewählte Musiker*in geschickt und von dieser Person ergänzt. Dann werden die zwei Spuren weitergeschickt und wieder ergänzt. Die musikalische Stafette dauert so lange, bis ein fertiger Song vorliegt, welcher von einem Tontechniker noch klanglich auf Vordermann gebracht wird.

Zum ganzen Beitrag für Radio Rabe gehts hier

Les trois Suisses

Die Stimmung ist aufgekratzt, ein bisschen wie im Bubenzimmer im Skilager, und es ist offensichtlich, dass sich da zwei auch nach 28 Jahren Zusammenarbeit immer noch sehr gerne leiden mögen. Sie sind ja auch lustige Vögel: Resli Burri, 61, Darling der Berner Kleinkunstszene, der mit zahlreichen Projekten verbandelt ist, und Pascal Dussex, 59, sympathisch hemdsärmlig und mit markant-sonorer Baritonstimme ausgestattet, die er mit Gauloises in Schuss hält.

Den ganzen Artikel zu Les trois Suisses (Der Bund 5.3.20) gibst hier zu lesen