Category Archives: Musik

Mambo Kurt: 20 Jahr Heimorgelgott

Er hat Fanclubs in Tokyo und Rio de Janeiro und steht beim Metal-Festival Wacken vor 45’000 Leuten auf der Bühne und das obwohl er ein Instrument bedient, dass im ersten Moment so gar nicht nach Rock’n’Roll aussieht: eine Heimorgel. Bei RaBe spricht der «Terminator der Alleinunterhalter» Mambo Kurt über seine Heimorgel, Groupies, Lampenfieber und darüber, dass die Welt eine bessere wäre, wenn sie nur aus Metalfans bestehen würde. Zum ganzen Beitrag gehts hier.

Am Donnerstag 18.1.18 ist Mambo Kurt mit seiner 20 Jahre-Geburtstagsshow im ISC zu Gast.

Breakdown of Sanity sagen Tschüss!

Es ist genau 10 Jahre her, dass sich die fünf Herren von Breakdown of Sanity zusammengetan haben. Seitdem ist ihr Unterfangen kontinuierlich grösser geworden, mittlerweile rufen Clubs und Festivals aus den USA, Kanada, Griechenland, Deutschland, Frankreich ja aus aller Welt an, und wollen die Berner Metalcorer buchen. Breakdown of Sanity haben das erreicht, wovon viele andere Berner Bands nur träumen: Ausverkaufte Shows im In- und Ausland vor 10’000 Leuten gehören zur Tagesordnung.
Paradoxwerweise ist der Erfolg einer der Gründe, warum die fünf Herren nun ihre Instrumente an den Nagel hängen. Am 29. Dezember wird im Berner Bierhübeli das letzte Konzert gespielt – die Show ist seit Wochen restlos ausverkauft. Bei RaBe geben die beiden Gitarristen Christoph Gygax und Oliver Stingel Auskunft darüber, warum Breakdown of Sanity am Zenit ihres Schaffens aufhören wollen und blicken zurück auf 10 Jahre Bandabenteuer.

Für Radio RaBe

Lieber Trauffer, wegen deinem Geissepeter…

Am 6. Dezember veröffentlichte ich bei KulturStattBern einen offenen Brief an den Musiker Trauffer,  und zwar wegen dessen Video zum Song Geissepeter. Der Brief verbreitete sich viral in den sozialen Netzwerken und es gingen zahlreiche Rückmeldungen bei mir ein (und zwar nicht nur von Frauen), die sich für den Brief und die Art und Weise, wie er verfasst worden war, bedankten. Bloss eine Antwort ist bis heute ausgeblieben: die von Trauffer selber. Schade.

Lieber Trauffer,
ich bin zufälligerweise letztes Wochenende auf dein neues Video «Geissepeter» gestossen. Ich finde es, nun ja, suboptimal. Wie ich dann herausgefunden habe, hat sich auch Teleclub-Moderatorin Gülsha Adilji darüber geärgert und dies lautstark kund getan. Dass sie daraufhin in den Kommentarspalten übelst rassistisch und sexistisch beleidigt wurde, ist nicht okay. Das siehst du bestimmt auch so. Und dass ein bekannter SVP-Politiker sich dahingehend äusserte, dass die Meinung dieser «veganen nicht autofahrenden linken Journalistin» ja wohl keinen interessiere, ist schlichtweg grotesk, weil komplett zusammenhangslos. Aber item, dafür kannst du ja nichts.

Ich habe dich bis anhin immer in Schutz genommen, wenn irgendwo der Vorwurf laut wurde, der Trauffer sei erzkonservativ und reaktionär und seine Musik des Teufels. Ersteres kann ich nicht beurteilen, weil ich mich nie detailliert mit deinen Songtexten auseinandergesetzt habe und wir uns nie lange genug unterhalten hätten, um diesen Sachverhalt zu klären. Letzteres ist Geschmackssache. Fakt ist: Du bist ein beliebter Musiker, der er versteht, eingängige Popnummern zu schreiben, die einen grossen Teil der Schweizer Bevölkerung toll finden. Das mag ich dir von Herzen gönnen.

Den ganzen Brief bei KulturStattBern hier lesen.

 

Milena Patagônia

Nicht entdeckt werden, sondern selber machen! Gesagt getan und so erscheint heute MP EP, ein Mini-Album mit insgesamt sieben Songs von Milena Patagônia. Hinter dem Pseudonym steckt die 31-jährige Musikerin und Journalistin Milena Krstic, eine leidenschaftliche Geräuschesammlerin, die sich ebenso leidenschaftlich für die Sache der Frau einsetzt.

Mehr zu Milena Patagônia und ihrem Video bei Radio RaBe gibts hier.

«Aute, gang mau hei»

Die Geschichte rund um den Waisenbuben Krabat, der sich auf schwarze Magie einlässt, gehört zu den bekanntesten Werken des deutschen Kinderbuchautors Otfried Preussler. Als Weihnachtsmärchen auf die Bühne des Berner Stadttheaters gebracht wird «Krabat» von der freien Gruppe Vorort, Premiere ist am Mi, 6. 12.17. Zuständig für die musikalische Untermalung bei Krabat sind die Kummerbuben. Frontmann Simon Jäggi gibt Auskunft.

3N9A0634Simon Jäggi, was war beim Projekt «Krabat» zuerst, die Musik oder das Spiel?
Die Musik. Wir haben bereits Anfang Jahr mit dem Komponieren und Texten begonnen, im Sommer haben wir dann eine Intensivphase eingelegt und innerhalb einer Woche elf Songs aufgenommen.

Geht man als Musiker anders an Songs heran, die für Theaterzwecke verwendet werden?
Der Kompositionsprozess war eigentlich sehr dankbar, weil klar war, was gefragt ist. Jonathan Loosli, der Regisseur der Gruppe Vorort, hat uns die Themen vorgegeben, zu welchen er sich Songs wünschte. Innerhalb dieser Vorgaben waren wir dann sehr frei. Themen wie schwarze Magie, Zauber, Liebe und Tod passen ohnehin in unsere Musikwelt, wir mussten uns also nicht neu erfinden. Das war sehr wohltuend, weil wir uns gerade in einer Umbruchphase befinden und nicht so recht wissen, wo es uns musikalisch hintreiben wird. Wir haben grundsätzlich Bock darauf, neue Dinge auszuprobieren, in einer solchen Phase scheitert man auch oft. Dass wir in «Krabat» machen konnten, was wir können, war eine Wohltat.

Das ganze Interview mit Simon Jäggi im Bund vom 30.11.17 gibts hier zu lesen.

«Aperöle und Flugsimulatörle»

Ben Vatter präsentiert im La Cappella sein erstes Soloprogramm «Gvätterle» und erntet dafür zu Recht euphorischen Beifall.

ben_vatterZehn Prozent der Ausdrücke habe sie nicht verstanden, obwohl sie doch auch schon seit 12 Jahren in Bern zu Hause sei, liess eine gebürtige Bündnerin im La Capella verlauten. Aber klingen täten selbst diese Ausdrücke toll. Liebhaber des Berner Dialekts kamen im Kulturlokal im Breitenrain tatsächlich voll auf ihre Kosten, denn auf der Bühne präsentierte Ben Vatter sein erstes Soloprogramm: «Gvätterle».

Wie auch in seinen Kolumnen, die Vatter seit 2013 regelmässig für den «Bund» verfasst, stand im ersten Teil seines Programmes das Berndeutsch mit all seinen Facetten im Zentrum. Gleich zu Beginn des Abends ernannte sich Vatter selber zum «Bärndütsch-Psychopapst» und beleuchtete den Umgang der Berner und Bernerinnen mit ihrem Idiom.

Die ganze Besprechung in Der Bund vom 30.11.17 gibts hier.

Ultimate MC Battle

Einmal pro Jahr wird Bern zum Battle-Mekka schlechthin, seit 15 Jahren wird hier nämlich jeweils im Dezember die Ultimate MC Battle durchgeführt. Das ganze Jahr über liefen in der ganzen Schweiz Vorausscheidungen, bei der Freestyle-Battle kommt nun am Freitag 1.12. im Dachstock die Crème de la Crème der MC-Szene zusammen, um sich hier verbal so richtig Saures zu geben. Der aktuelle Titelverteidiger Saimon Disko und Jurymitglied MQ von der Chaostruppe geben Auskunft darüber, wie man ordentlich disst und was Tabu ist bei Freestyle-Battles.

Neue Musik im Kindergarten

Unsere Umgebung klingt – wir hören es nur manchmal nicht mehr. Genaues Hinhören kann darum enorm bereichernd sein und wenn dann noch genüsslich mit Klängen und Geräuschen experimentiert werden darf, ist das nicht nur gut für die Fantasie, sondern auch für Kreativität und Spontaneität. Diese Ansicht vertritt auch Tönstör. Tönstör ist ein experimentelles Vermittlungsprojekt, welches Klang in die Schulstuben und Kindergärten bringt. Jenseits von Notendruck lernen Kinder spielerisch neue Ausdrucksformen kennen, und kommen so auch unbewusst mit dem Genre «Neue Musik» in Berührung. Unser Kulturredaktorin Gisela hat dem Kindergarten Winterhalde einen Besuch abgestattet.

Für Radio Rabe

«Et la gagnante est …»

Freitag und Samstag wurde in Bern eine Lanze für die Schweizer Musik gebrochen:
Bands aus allen Landesteilen kamen in der Hauptstadt zusammen, um ihr Schaffen zu präsentieren, und zwar nicht nur einem musikinteressierten Publikum, sondern auch Vertretern internationaler Festivals. Das Konzert-Ungetüm heisst Swiss Live Talents, ist Vernetzungs-, Auftritts- und Sprungbrettplattform, fand dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt und wurde von Patron François Moreillon ins Leben gerufen.

Gleich zwei Awards nahm KT Gorique mit nach Hause, also eine junge Dame aus dem Wallis, welche als erste Frau und jüngste Teilnehmende überhaupt 2012 bei den Weltmeisterschaften im Freeestyle-Rap gewann. Congratulation KT!

Mehr zu Swiss Live Talents und den anderen Awards-Gewinnern gibts hier zu lesen.

KT

Bern Elektronisch

Nach Zürich und Basel hat nun auch Bern eine: eine School of Sound, also ein Schule für elektronisch versierte Musiker und Musikerinnen. Gestern Abend wurde im Progr zur Eröffnung geladen, das Interesse war gross, der Raum drohte aus allen Nähten zu platzen. Zum Auftakt gabs eine Podiumsdiskussion mit Biru (Round Table Kights, Bonsoir), Jessiquoi, DJ Link (Chlyklass, TukkeiMusic) und Poto Wegener (Swissperform), Gegenstand der Diskussion: Elektronische Musik in Bern.

Zum ganzen Beitrag gehts hier.

sos