All posts by gisela

Sisters of Comedy CH

Vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Frauenstimmrecht eingeführt – in der Schweiz sollte es bekanntlich noch etwas länger dauern. Den runden Geburtstag des Frauenstimmrechts haben deutsche Comediennes zum Anlass genommen, am 12. November unter dem Titel «Sisters of Comedy» bundesweit diverse Anlässe und Auftritte auf die Beine zu stellen. Das wiederum hat die Berner Nationalrätin Aline Trede dazu motiviert, auch in der Schweiz einen Ableger von Sisters of Comedy aufzugleisen. Mit dabei am 12.11.18 im La Capella Bern sind Sandra Küenzi, Patti Basler, 9 Volt Nelly und Fee Brembeck.

Sounds of Silence

Momente der Stille und des Innehaltens sind in unserer vernetzten und globalisierten Welt selten geworden. Kein Wunder also boomen Yoga-Angebote und Meditationskurse. Das Museum für Kommunikation hat der Stille nun eine eigene Ausstellung gewidmet. Mit Sounds of Silence beschreiten die Ausstellungsmacher*innen neue, radikale Wege, denn Exponate gibt es keine zu sehen. Vielmehr werden die Besucher*innen mit Kopfhörern mit hochpräzisen Ortungssystemen auf Kopfkino-Reise geschickt. Zum ausführlichen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

Bubi Eifach #4

Nachdem sie ein Jahr lang blau gemacht haben, melden sich Bubi Eifach zurück mit neuem Album. Weil die 3. Platte die schwierigste sein soll, habe man diese ausgelassen und sei gleich zu Nummer 4 übergegangen, flachst Frontmann Bubi Rufener. Wie bereits auf seinen Vorgängern frönen Bubi Eifach auch auf #4 dem Mundartrock fernab von Sozialromantik und Heimatgefühlen.
Im Interview bei RaBe erklärt der 50-jährige Rufener, warum ihm der Jugendwahn auf die «langsam lampigen Eier» gehe, schlägt sich bravourös im Musikquiz, spricht über ProBon-Konzerte und natürlich auch über die neue Platte #4. Zum ganzen Beitrag bei Radio Rabe gehts hier

Frankenstein im Silicon Valley

Was hat Frankenstein mit dem Silicon Valley zu tun? Eine ganze Menge. Das zeigt die aktuelle Ausstellung Frankenstein – von Mary Shelley zum Silicon Valley im Strauhof in Zürich. Diese schlägt eine Brücke vom Horrorklassiker zum digitalen Zeitalter. Was 1818 ein junger Wissenschaftler war, der Gott spielte und dabei ein Monster kreierte, sind heute Programmierer, welche künstliche Intelligenzen erschaffen. Die Fragen, welche aus diesem Tun entstehen, sind die gleichen geblieben: Wie begegnen wir künstlichen Wesen, die menschlich erscheinen? Wer übernimmt die Verantwortung für neu geschaffene Existenzen? Zum ganzen Beitrag für Radio RaBe gehts hier

Voguing bei Tanz in Bern

In seiner Performance «Antigone – twenty Looks or Paris is Burning at the Judson Church» verknüpft der amerikansiche Tänzer und Choreograph Trajal Harrell antike Mythologie mit modernem Tanz und Voguing. Bei Rabe spricht Harrell über die Ursprünge des Voguing, welches als Wettkampfdisziplin bei Bällen der LGBT-Community betrieben wurde. So unterschiedlich sei die Welt der antiken Tragödien und diejenige des New-Yorker-Untergrundes nicht, sagt Harrell. Zum ganzen Beitrag für Radio RaBe gehts hier

Dunning-Kruger Notaufnahme

pollerLiebe Notaufnahme,
wenn du ins Spiel kommst, ist meistens irgendwas nicht gut. Das tut mir fast ein bisschen leid für dich, weil eigentlich bist du doch gar nicht so eine Ungmögige. Wir zwei sind ja mittlerweile per Du, gell. Letztes Jahr hab ich dir eine Freundin vorbeigebracht. Russendisko, Fahrrad und Tramschienen seien keine gute Kombination, sagtest du. Wo du recht hast, hast du recht.

Das Gefühl haben, man sei Denise Biellmann, obwohl man im Eiskunstlaufen ja nie über das Nilpferd-Abzeichen hinausgekommen ist, entpuppte sich letzten Silvester auch nicht als der Weisheit letzter Schluss. Also doch, Schluss war dann schon. Zumindest mit Schlöflen.

Die ganze Kolumne in Der Bund (24.10.18)gibts hier zu lesen

Happy Birthday Bierhübeli!

Zum 30. Geburtstag des Berner Traditionslokals Bierhübeli blicken Veranstalter Roland Wüthrich, Philippe Cornu und David Naef zurück auf drei Jahrzehnte Konzerte, geben wilde Anekdoten zum Besten, brechen eine Lanze für das kommerzielle Party-Wesen und sinnieren über die Tücken des Veranstalter-Berufes im Zeitalter von Spotify und Co.

Zum ganzen Beitrag für Radio RaBe gehts hier.

Farbenfrohes Rachespektakel

Mit «Coyote» legt Lorenz Wunderle einen Animationsfilm vor, der sich an der Ästhetik japanischer Animes und Splattermovies orientiert – und offenbar einen Nerv der Zeit trifft.
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Wie viele andere Kinder sass auch Lorenz Wunderle Ende der 1980er-Jahre regelmässig am Samstagmorgen vor dem Fernseher und ergötzte sich darob, wie Bugs Bunny, Daffy Duck, Tom & Jerry, Roadrunner und wie sie alle hiessen, einander gegenseitig auf die Rübe hauten. Die Liebe zu den Animationsfilmen ist geblieben, und so arbeitet Wunderle heute beim YK Animations Studio in Bern, wo er 2-D-Filme zeichnet. Sein neuster Streich «Coyote» ist einer der 111 Filme, welche zurzeit bei der 16. Ausgabe des Kurzfilmfestivals Shnit zu sehen sind.

Den ganzen Beitrag in Der Bund (23.10.18) hier lesen

So klingen Böden

Reine Luft, sauberes Wasser, vielfältige Wälder und Biodiversität: Das sind die Ökosysteme, die wir schützen wollen, denn sie dienen uns als wichtige Lebensgrundlage. Aber was ist eigentlich mit dem Boden, auf dem wir stehen? Allzu oft geht er vergessen, obwohl er doch nicht weniger wichtig ist für unser Überleben. Der Boden ernährt uns, filtert und speichert Wasser und CO2 und bietet unerlässlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Würde man ihn fragen, hätte er ganz bestimmt so einiges zu erzählen. Genau das tut nun das Forschungs- und Kunstprojekt Sounding Soil: den Boden befragen, beziehungsweise genau hinhören, was dieser zu erzählen hat.

Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

Keine Gutenachtgeschichte

bel_vederDer Berner Mirko Beetschen legt mit seinem Zweitling «Bel Veder» ein spannendes und finsteres Stück Schauerliteratur vor. Wer Ferien in einem abgelegenen Hotel plant, lässt das besser.

«Dies ist keine Gutenachtgeschichte», warnt ein namenloser Herausgeber im Vorwort des Romans «Bel Veder». Dabei seien die in der Folge geschilderten Ereignisse nicht etwa seiner Fantasie entsprungen, sondern stammten aus einem Manuskript, in dessen Besitz er zufälligerweise gelangt sei. Auch wenn die Begebenheiten abstrus klingen würden, so hätten sie sich wohl tatsächlich so zugetragen. Zumindest legten dies die intensiven Recherchen nahe, welche er angestellt habe.

Die ganze Rezension zu Mirko Beetschens «Bel Veder» in der Bund (15.10.18) gibts hier zu lesen