Category Archives: Person

Abenteurer Rudolf Häsler

In seinem Dokumentarfilm «Odisea de una vida» zeichnet der Berner Regisseur Enrique Ros das abenteuerliche Leben des Malers Rudolf Häsler nach. Der 1927 in Interlaken geborene Häsler war im revolutionistischen Kuba zeitweilig als hohes Regierungsmitglied tätig, bevor er in Ungnade fiel und mit seiner Famile nach Spanien reiste, wo er bis bis zu seinem Tod 1999 lebte und malte. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

«Rudolf Häsler – Odisea di una vida» wird am am 24.11.18 im Rahmen des Berner Filmwochenendes BE MOVIE gezeigt.

Happy Birthday Bierhübeli!

Zum 30. Geburtstag des Berner Traditionslokals Bierhübeli blicken Veranstalter Roland Wüthrich, Philippe Cornu und David Naef zurück auf drei Jahrzehnte Konzerte, geben wilde Anekdoten zum Besten, brechen eine Lanze für das kommerzielle Party-Wesen und sinnieren über die Tücken des Veranstalter-Berufes im Zeitalter von Spotify und Co.

Zum ganzen Beitrag für Radio RaBe gehts hier.

Wie Putin den Kreml einnahm

Bei der traditionellen Neujahresansprache am 31.12.1999 erlebte die russische Bevölkerung eine Überraschung: Der amtierende Präsident Boris Jelzin war zurückgetreten, an seiner Stelle wandte sich ein gewisser Wladimir Putin an die Nation. Boris Jelzin hatte die Staatsgeschäfte vorläufig an den ehemaligen Leiter des KGB übergeben, drei Monate später wurde Putin dann definitiv zum neuen Staatsoberhaupt Russlands gewählt.
Die Ereignisse rund um den Machtwechsel hat der ukrainische Filmemacher Vitaly Mansky aus nächste Nähe mitverfolgt. In seinem Dokumentarfilm «Putin’s Witnesses» beleuchtet er die Geschehnisse im Kremel während rund eines Jahres nach Putins Machtübernahme. Zum ganzen Beitrag für Radio RaBe gehts hier.

Absurde Komik: Johannes Dullin

«Bloody brilliant» finden die einen, «überhaupt nicht lustig», die anderen. Das Comedy-Programm des Johannes Dullin spaltet die Geister. Der 38-jährige gebürtige Deutsche, der in Bolligen lebt, mag es absurd, albern und unvorhersehbar. In England – dem Mutterland des absurden Humors – findet die Komik des Johannes Dullin grossen Anklang. In Schottland verkauft er beim weltgrössten Comedy-Festival The Fringe die Säle aus, im deutschsprachigen Raum sieht sich der brachiale Poet und Hohepriester des Nonsense manchmal mit Unverständnis konfrontiert.

Am 10. und 26. Oktober 2018 zeigt Johannes Dullin im Café Kairo sein Programm «Komm und bring einen Freund mit», in welchem er der Vernunft den Kampf ansagt.
Ein Beitrag für Radio RaBe

Beat-Man in Israel

Halle-motherfucking-lujah! Wenn der Berner Musiker Reverend Beat-Man auf der Bühne loslegt, geht es oft alles andere als heilig zu und her. Mit Gitarre und Gesang fabriziert der 51-Jährige eine rohe und laute Variante des Blues, die er selber Blues-Trash nennt. Gerne mimt der selbsternannte Prediger dabei den blasphemischen Rebellen, wozu er weissen Priesterkragen trägt und in seinen Songs religiöse Eiferer aufs Korn nimmt oder auch mal den Teufel durch sich sprechen lässt.
Reverend Beat-Man kann getrost als Ikone des musikalischen Untergrundes bezeichnet werden, verfügt er doch weitweit über eine grosse Fan-Gemeinschaft. Seit rund 30 Jahren tourt er quasi ununterbrochen um die Welt: England, Russland, USA, Argentinien, Australien, Neuseeland … die Liste der Auftrittsorte ist lang. Im Winter 2017 führten die Wege des Reverend Beat-Man nach Israel. Dabei offenbarte sich: So blasphemisch, wie er sich auf der Bühne gibt, ist er nicht, der Reverend. Im Gegenteil. Aber hört selber:

Der Unheilige im gelobten Land – ein Feature von Gisela Feuz (Transkribt Hochdeutsch)

Einen detaillierten schriftlichen Bericht zu Reverend Beat-Mans Konzerttournee in Israel gibts hier.

«Das ist schon Liebe»

Der Basler Benjamin Noti und dessen Gitarre sind in der Berner Musikszene keine Unbekannten. Im Duo Noti Wümié hat er mit Rapper Greis zusammengespannt.

beniEr ist ein viel beschäftigter Mann, der Basler Musiker, Songschreiber und Produzent Benjamin Noti. Als Gitarrero tourt er unter anderem mit Anna Rossinelli und Steff la Cheffe durch die Lande, wobei Noti bei Cheffes aktuellem Album «Härz Schritt Macherin» auch als Songschreiber, Produzent und natürlich Musiker involviert war. Das Gleiche gilt für seine Zusammenarbeit mit Grégoire Vuilleumier alias Rapper Greis, mit dem der 32-jährige Noti das Duo Noti Wümié betreibt.

Das ganze Interview in der Bund (6.7.18) hier lesen.

«I like it when it comes out crappy»

Für ihre erste gemeinsame Siebdruck-Kollaboration «The End» geben sich Robert Butler und Delaney Davidson dem kreativen Farbenrausch hin und zelebrieren das Fehlerhafte.

delaney_robert«Wollen wir uns gleich am Anfang prügeln? Dann hätten wir das hinter uns, denn früher oder später werden wir es wohl sowieso tun.» Das habe Robert Butler zu ihm gesagt, als er vor rund zwei Wochen dessen Siebdruckwerkstatt betreten habe, erzählt Delaney Davidson. Der Musiker, Schauspieler und Kunstmaler ist eigentlich in der kleinen Hafenstadt Lyttelton auf der neuseeländischen Südinsel beheimatet, tourt aber regelmässig quer durch Europa und macht dabei immer auch ein paar Wochen in Bern Halt. Der Liebe wegen sei er damals im Jahr 2000 zum ersten Mal hier gelandet. Bald einmal bewegte er sich im Dunstkreis des Berner Labels Voodoo Rhythm und fand sich in diversen Band-Unterfangen wieder. Den ganzen Beitrag in Der Bund vom 29.8.18 hier lesen.

Der neuseeländische Musiker Delaney Davidson im Porträt bei Radio RaBe

Sci-Fi-Welten bauen

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Bild: Kyle De Silva (Pinterest)

Eigentlich habe sie nach dem Praktikum ja die Uni besuchen wollen. Als Weta Workshop ihr aber noch während des Praktikums einen Job angeboten habe, habe sie keine Sekunden gezögert, sagt Rebekah Tisch. Auch heute noch, 15 Jahre später, bezeichnet Tisch ihren Beruf als Traumjob. Das neuseeländische Unternehmen Weta Workshop hat sich auf Spezialeffekte für Filme spezialisiert und hat zum Beispiel einen Grossteil der physischen Objekte entwickelt, welche in Peter Jacksons «Herr der Ringe» zu sehen sind. Das Kreieren von Charakteren mache ihr persölich am meisten Spass, sagte Tisch, weil dabei künstlerisches Handwerk mit Soziologie, Ethnologie, Anthropologie gekoppelt werde. Bei der 18. Ausgabe des NIFFF, dem Fantastic Film Festival in Neuchâtel, gab die 33-jährige Einblick in ihr Schaffen.

Rebekah Tisch, sie betreiben bei ihrer Arbeit «World Building», Sie bauen also neue Welten für fantastische Filme. Ist es einfach, sich eine neue Welt auszudenken?
Beim World Building designen wir von Grund auf komplett neue Welten. Dabei starten wir mit dem grösseren Rahmen, kreieren ein Universum oder Planeten, dann zoomen wir rein, entwerfen Kontinente, Städte, Gebäude und gehen so immer weiter ins Detail. Eine komplett neue Welt zu kreieren ist eine ziemliche Herausforderung, weil wir uns dabei von unserer eigenen etablierten Gesellschaft gedanklich loslösen müssen. Unsere Welt funktioniert ja nach einem bestimmten Regelwerk. So definieren zum Beispiel physikalische Gesetze, was in unserer Welt passieren kann oder könnte. Von diesem Regelwerk müssen wir uns lösen und ein neues, eigenständiges designen. Das ist etwa gleich schwierig, wie wenn man sich eine neue Farbe vorstellen müsste.

Das ganze Interview mit Rebekah Tisch hier bei Radio RaBe lesen

Gurtenfestival 2018

Über 70’000 Menschen werden nächste Woche auf den Berner Hausberg pilgern, wenn das Gurtenfestival zu seiner 35. Ausgabe lädt. Während auf den verschiedenen Bühnen insgesamt 69 Bands auftreten, sorgt hinter den Kulissen Carlo Bommes dafür, dass alles reibungslos verläuft. Seit 18 Jahren ist Bommes der Gesamtleiter des Gurtenfestivals und zuständig für Infrastruktur und Sicherheit.
Hier gehts zum ganzen Beitrag bei RaBe und hier zum Interview mit Carlo Bommes in Der Bund (5. Juli 2018)