Category Archives: Person

Die Grossstadt erkunden

Die Berner Musikerin Karin Jampen hat mit «Linea» ein experimentierfreudiges Stück über die Grossstadt produziert.

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Manhatta (1921) directed by Paul Strand, Charles Sheeler

In Ihrem interdisziplinären Stück «Linea» gibt es die beiden Kurzfilme «Manhatta» und «Regen» zu sehen, welche live vertont werden. Die Filme werden dem Genre «City Symphonies» zugeordnet. Was muss man sich unter einer City Symphonie vorstellen?
Die beiden Filme, welche wir zeigen, sind in den 1920er-Jahren entstanden. Der Beginn des 20. Jahrhunderts war eine Zeit des Umbruchs in allen Lebensbereichen: Urbanisierung, Massenindustrie, technischer Fortschritt und wissenschaftliche Erkenntnisse sorgten dafür, dass es damals brodelte. Dieser historische Umbruch prägte auch die Künste massgebend mit. Die Kunst versuchte, dem Zeitgeist nachzufühlen, ihn einzufangen. Die Grossstadt in ihrer Vielschichtigkeit diente dabei als Fundus für neue Techniken, Bilder und auch für neue Klänge und Geräusche. Eine City Symphonie versucht also, das Lebensgefühl einer neuen Urbanität einzufangen und dabei mehrere Sinne anzusprechen.

Das ganze Interview mit Karin Jampen in Der Bund vom 31.5. hier nachlesen

Ein Gott im Techno-Olymp

Seit 20 Jahren ist Samuel Geiser alias Deetron als DJ und Produzent tätig. Zu seinen House- und Techno-Tracks wird von Südafrika bis Japan und Australien getanzt.

deetron

Gerade eben beschallte er in Lissabon und Barcelona eine tanzwütige Meute, Anfang Jahr legte er in Australien und Südafrika auf, und nach dem Auftritt am Samstag im Dachstock gehts weiter nach Amsterdam und London. Der Berner DJ und Produzent Deetron alias Samuel Geiser ist einer der ganz Grossen in der internationalen House- und Techno-Szene und dabei sympathisch auf dem Teppich geblieben.

Zum ganzen Text in Der Bund vom 17.5.18 gehts hier

Matto Kämpf: Die Schwestern Karamasoff

Das neue Bühnenstück des Berner Schriftstellers Matto Kämpf basiert auf Dostojewskis Roman «Die Brüder Karamasoff», wobei Kämpf nicht nur die Geschehnisse nach Bern verlegt, sondern auch das männliche Personal mit Frauen ausgetauscht hat. Sein Stück «Die Schwestern Karamasoff» ist ein vierteiliges Kammerspiel, welches im Schlachthaus Theater gezeigt wird. Er und Dostojewski, das sei eine alte Liebe, sagt Kämpf.
Den ganzen Beitrag bei RaBe gibts hier.

Rob Lewis dreht «Lunar Tribute»

Er habe sich doch eigentlich eine Auszeit nehmen wollen und dann sei er im Naturhistorischen Museum in New York über dieses Bild gestolpert, sagt Rob Lewis. Der in Bern beheimatete Lewis ist selber Fotograf und hat zuletzt mit seinen Porträts von demenzkranken Menschen für Aufsehen gesorgt. Nun hat der 37-Jährige innerhalb kürzester Zeit den Film «Lunar Tribut» aus dem Boden gestampft. Im Zentrum des Films: Das Bild einer Fotografie, die seit über 40 Jahren auf dem Mond liegt. Und das kam so:

1972 landete Apollo 16 auf dem Mond, mit an Bord war ein Herr namens Charles «Charlie» Duke. Besagter Charlie Duke hatte zwei kleine Söhne und ein schlechtes Gewissen, weil er berufshalber nur wenig Zeit für seine Buben hatte. Deswegen habe er sich überlegt, wie er seine Familie in irgendeiner Form involvieren und auf den Mond mitnehmen könnte, sagt Duke. So kam es, dass er ein Familienporträt auf dem Mond platzierte, das mangels Feuchtigkeit und Erosion heute immer noch dort oben liegt.

Den ganzen Beitrag bei KulturStattBern hier nachlesen

Vinyl Videos

Und wenn man denkt, analog geht nichts mehr, kommt von irgendwo der Beat-Man her. Beziehungsweise Gregor Samsa aus Hamburg. Oder beide zusammen. Lassen Sie mich erklären. Kürzlich fand sich folgenden Nachricht in Frau Feuz’ elektronischem Briefkasten:

Hi,
ich veröffentliche am 11. Mai 2018 ein neues Album (in der Band: Mario Batkovic, Julian Sartorius, Resli Burri und Nicole Izobel Garcia), zur Zeit habe ich sieben Videos in Arbeit, wovon eines ein analoges Vinyl-Video ist ist. Kein Witz! Ich habe das Glück, eines von vier Versuchskaninchen zu sein. Ein anderes ist Motörhead.
Beat-Man

Dass der Berner Blues-Trash-König Beat-Man ein neues Band-Projekt am Start hat, verwundert wenig. Der Mann ist mit einem Tatendrang gesegnet, der jeden Hyperaktiven vor Neid erblassen lässt. Das neue muskalische Unterfangen nennt sich «Reverend Beat-Man and the New Wave» und eine erste Kostprobe offenbart: Der Meister der unheiligen Schreipredigten schreit nicht mehr, sondern singt. Was hingegen definitiv erstaunt in obiger Nachricht ist: «Vinyl-Video» und «Motörhead». Da kommt nun Gregor Samsa ins Spiel, der Chef von Sounds of Subterrania, ein Label, das in Hamburg beheimatet ist und heuer sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Den ganzen Beitrag zu Vinyl Videos bei KulturStattBern hier nachlesen

Frau macht!

IMG_1360Was für eine tolle Ladies-Runde ich da zum #internationalerfrauentag moderieren darf! ❤️

Am Donnerstag sprech ich mit Gülsha Adilji (Autorin und Moderatorin), Jolanda Spiess-Hegglin (Gründerin #Netzcourage), Kathrin Altwegg (Astrophysikerin Uni Bern), Aniya Seki (Weltmeisterin Boxen), Ursula Haller (ehemalige National- und Gemeinderätin), Stefanie Grob (Autorin und Satirikerin) und Cynthia Wolfensberger (Ärztin für ästhetische & plastische Chirurgie) im wunderschönen Café Bar Mokka. Ein Anlass übrigens für ALLE!

Sämtliche Details zur Veranstaltung gibts hier.

«Wildern» mit Raphael Urweider

Der 43-Jährige preisgekrönte Berner Lyriker Urweider ist ein Tausendsassa. Urweider schreibt Theaterstücke, rappt, ist ein begnadeter Pianist, tut bei der Too Late Show mit und hat mit «Wildern» soeben seinen vierten Gedichtband herausgegeben. Darin finden sich mehrere Gedichtzyklen, welche sich alle in irgendeiner Form mit Fremdsein, Entfremdung, Ortschaften oder eben: Verortung befassen. Urweiders Verse sind schlichte, leichte und doch kunstvolle Sprachgebilde, denen man nicht auf den ersten Blick ansieht, wie viel Arbeit dahintersteckt.

«Profis der Strasse»

Wo würden Sie in Bern draussen übernachten? Auf «Sozialen Stadtrundgängen» zeigen Menschen am Rande der Gesellschaft ein anderes Bern und erzählen dabei aus ihrem Leben.

Während bei gängigen Stadtführungen Studenten oder Historikerinnen das interessierte Publikum zu Sehenswürdigkeiten führen und dabei Wissen vermitteln, tun dies bei den Sozialen Stadtrundgängen armutsbetroffene und obdachlose Menschen. Ziel dieser Führungen sei es, hinter die Fassade der heilen Welt zu blicken und weniger privilegierten Menschen eine Stimme zu verleihen, sagt Paola Gallo, Geschäftsführerin von Surprise, also demjenigen Verein, der die Sozialen Stadtrundgänge ins Leben gerufen hat. Ab sofort können in Bern verschiedene Touren gebucht werden (Text rechts), wobei nicht nur die aufgesuchten Örtlichkeiten, sondern auch die biografischen Erzählungen der Tourleiter eine zentrale Rolle spielen.

Zuständig für den Rundgang «Überleben auf der Strasse» ist Roger Meier, ein Experte auf seinem Gebiet, denn der 56-Jährige hat 36 Jahre seines Lebens auf der Strasse gelebt. Erst vor einigen Monaten hat er ein Zimmer im ehemaligen Zieglerspital bezogen.

Den ganzen Beitrag in Der Bund vom 19.1.18 hier online lesen.

Mambo Kurt: 20 Jahr Heimorgelgott

Er hat Fanclubs in Tokyo und Rio de Janeiro und steht beim Metal-Festival Wacken vor 45’000 Leuten auf der Bühne und das obwohl er ein Instrument bedient, dass im ersten Moment so gar nicht nach Rock’n’Roll aussieht: eine Heimorgel. Bei RaBe spricht der «Terminator der Alleinunterhalter» Mambo Kurt über seine Heimorgel, Groupies, Lampenfieber und darüber, dass die Welt eine bessere wäre, wenn sie nur aus Metalfans bestehen würde. Zum ganzen Beitrag gehts hier.

Am Donnerstag 18.1.18 ist Mambo Kurt mit seiner 20 Jahre-Geburtstagsshow im ISC zu Gast.