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BierWandern

Was ist das Schönste am Ende einer langen, anstrengenden Wanderung? Monika Saxer findet: ein kühles Bier. Darum hat die 64-jährige einen Wanderführer der etwas anderen Art herausgegeben und zwar einen, welcher den klingenden Namen «Bierwandern Schweiz» trägt. Am Ende der insgesamt 30 beschriebenen Wanderungen wartet jeweils eine Kleinbrauerei oder ein Restaurant, in welchem spezielle Biersorten ausgeschenkt werden. Die Rabe-Info-Redaktion findet: Ein tolle Idee, Frau Saxer. Aber sagen Sie, was war denn zuerst: das Wandern oder das Bier? Hier gehts zum Interview mit Monika Saxer.

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Peter Schneider auf der Couch

Beim «Bund im Gespräch» zieht Peter Schneider Parallelen zwischen Satire und Psychoanalyse, beantwortet Fragen zu Friedensmärschen und outet sich als Enid-Blyton-Fan.

peter_schneiderTrotz sommerlichem Bade- und Grillwetter war gestern Abend der Saal des Hotels Bellevue bis in die hinteren Reihen gefüllt, alle wollten sie dabei sein, wenn der Psychoanalytiker der Nation sich selber auf die Couch legt.

Hingelegt hat er sich dann doch nicht ganz, Peter Schneider, seines Zeichens landesweit bekannter Satiriker, Kolumnist und eben praktizierender Psychoanalytiker. Höchstens ein bisschen im Sessel fläzen tat er zwischenzeitlich beim «‹Bund› im Gespräch» mit Redaktor Alexander Sury und gewährte dabei doch auch Einblick ins schneidersche (Innen-)Leben.

Nein, als Workaholic würde er sich trotz 70-Stunden-Arbeitswochen nicht bezeichnen, erklärte der 60-Jährige, schliesslich schaue er, dass er pro Nacht acht Stunden Schlaf verbuchen könne. Sechs Espressi würden ihm dann morgens den nötigen Schub verleihen, um sich aus diversen Tageszeitungen sein satirisches Material zusammenzusuchen – seit rund 25 Jahren verfasst Schneider Kolumnen für SRF, die «SonntagsZeitung» und natürlich die jeweils mittwochs erscheinende «Bund»-Rubrik «Leser fragen». Daneben betreibt der studierte Philosoph und Psychologe in Zürich eine Praxis für Psychoanalyse und psychoanalytische Psychotherapie.

Den ganzen Artikel in «Der Bund» hier online lesen.

Die kreative Jazz-Wundertüte

Benannt hat sie sich nach einer bildhübschen jungen Frau in einem Song von Nick Cave, die als Wasserleiche endet: Elisa Day. Die Berner Jazz-Sängerin und Komponistin Isabelle Ritter ist aber zum guten Glück noch am Leben und ist alles andere als tot, sondern sprudelt vor kreativer Energie. So tauft Isabelle Ritter Am Sonntag bei bee-flat in der Turnhalle gleich Platten von zwei unterschiedlichen Projekten: Elisa Day und Little Wings.

Wanderklang-Collage

Wenn einer den Beat im Ohr und Herz trägt, dann der Berner Schlagzeuger Julian Sartorius. Im zarten Alter von fünf Jahren sass Sartorius zum ersten Mal hinter einem Schlagzeug, seitdem haben ihn Rhythmen nie mehr losgelassen. Das Schlagzeug ist aber bei weitem nicht das einzige Instrument, dem Sartorius einen Beat zu entlocken vermag – egal ob Zahnbürste, Küchentisch, Abfalleimer oder Zeitungsbündel: Nichts ist sicher vor Sartorius’ Schlagzeugstöcken. Nun hat sich der 36-jährige auf Wanderschaft gemacht und den gesamten Wanderweg zum Schlagzeug umfunktioniert. Herausgekommen ist die Klangcollage «Hidden Track: Basel– Genève». Ein Beitrag von Gisela Feuz

Das Abenteuer Grand Prix

Bei den Lauffreudigen gilt er als absoluter Klassiker, führt er doch an allen wichtigen Berner Sehenswürdigkeiten vorbei: Dem Bärengraben, dem Zytglogge, dem Bundeshaus, dem Münster, der Aare und dem Tierpark Dählhölzli. Die Rede ist natürlich vom Berner Grand Prix, demjenigen Rennen, welches letzten Samstag bereits zum 36. Mal über die Runden ging.
10 Meilen lang ist der Grand Prix – also exakt 16 Kilometer und 93 Meter. Mitten drin unter den rund 35’000 Läufern und Läuferinnen war Rabe-Info-Redaktorin Katrin Hiss. Eine Audio-Reportage über die zehn schönsten Meilen von Bern.

Die Reportage lebt!

Der Ausdruck «Reportage» leitet sich aus dem lateinischen Verb «reportare» (wörtlich: «zurücktragen») ab und meint «berichten» oder «melden». Mit Reportage wird auch eine bestimmte journalistische Textsorte bezeichnet, zu deren Eigenschaften es gehört, dass sie nicht ausschliesslich am Schreibtisch entsteht, sondern dass der Reporter oder die Reporterin vor Ort Recherche betreibt und die gesammelten Eindrücke zusammen mit Fakten und Hintergründen in eine spannende Geschichte verpackt.

Die journalistische Sonderform «Reportage» ist auch Thema bei der diesjährigen Ausgabe des Berner Lesefests Aprillen. Nebst Beiträgen von Lyriker*innen und Dramatiker*innen ist am Samstag eine der bekanntesten Schweizer Reporterinnen bei Aprillen zu Gast: Margrit Sprecher. Und ausserdem wird Daniel Puntas, Chefredaktor des Magazins Reportagen, die ganze Woche vor Ort sein und Einblick in sein Schaffen gewähren.

Nicht nur Jazz-Pianist: Leo Tardin

Der Westschweizer Pianist Leo Tardin hat 10 Jahre lang in New York gelebt und ist ein vielgefragter Musiker, der in Berlin, Mumbai, Istanbul und Tokyo aufgetreten ist. Jahrelang war Tardin vor allem als Teil des Projektes Grand Pianoramax bekannt, 2014 hat er dann sein erstes Solo-Album «Dawnscape» aufgenommen. Am Sonntag, am internationalen Tag des Jazz, will Leo Tardin in der Turnhalle des Progr nun sein zweites Album live einspielen, das bei weitem nicht nur Jazz beinhaltet.

2054 Shows: Frank Turner

Früher hat er Konzerte vor einer einzigen Person gespielt und danach auf irgendeinem Zimmerboden geschlafen, heute füllt er das Wembley-Stadion und logiert im noblen Hotel. Der englische Punk-Rock-Musiker Frank Turner blickt im Buch «The Road Beneath my Feet» zurück auf 2054 Shows in 45 Ländern. Bei M4Music in Zürich sprach der sympathische Engländer ausserdem über die Tücken von Drogen und Alkohol und Gitarrenstunden in den Slums von Sierra Leon.

Folgen der Digitalisierung

Programmieren sollte in den Schulen ab der 3. Klasse Pflichtfach sein, sagt Anke Domscheit-Berg. Die Frau weiss, wovon sie spricht, denn Anke Domscheit-Berg hat 15 Jahre lang als Managerin in der IT-Branche gearbeitet und ist heute als Publizistin, Netzwerkaktivistin und Unternehmerin tätig. In ihren Büchern und Texten, welche die 49-jährige in Blättern wie der FAZ, Die Zeit oder The Guardian veröffentlicht, beschäftigt sich Anke Domscheit-Berg vorwiegend mit unserer digitalisierten Gesellschaft und den Folgen, welche der verstärkte Einsatz von Computern und Robotern für uns bedeutet. Schon heute sei Technologie auf vielfältige Art und Weise in der Lage, Menschen bei der Arbeit abzulösen und zwar nicht nur im offensichtlichen Bereich wie etwa der Fliessbandarbeit, sagt die Expertin.

Carlo Lüthis Bilder

IMG_9767Er ist braungebrannt, meistens etwas verpeilt, aber stets unaufdringlich und höflich, wenn er Leute um Geld anhaut. Der 41-jährige Carlo Lüthi lebt seit Jahren als Obdachloser in Bern und dreht täglich seine Runden in der Altstadt und Lorraine. Viele kennen den Mann mit leicht gebeugter Haltung und den immens grossen blauen Augen – was den meisten aber nicht bekannt sein dürfte: Carlo Lüthi ist nicht nur ein Stadtoriginal, sondern auch ein begnadeter Zeichner. Auf diese Tatsache ist auch Gerhard Goebel gestossen, der nun eine Ausstellung und Versteigerung mit den Bildern von Carlo Lüthi in die Wege geleitet hat.

CARLO LÜTHI «SEHNSÜCHTE», Vernissage und Versteigerung, Mittwoch 5. April 2017, 19Uhr Café Kairo

Mehr Beispiele zu Carlo Lüthis Bilder gibt es hier.