Category Archives: Radio

Der Elefant von Murten

Im Juni 1866 machte ein US-amerikanische Wanderzirkus in Murten Halt. Mit im Gefolge waren auch ein männlicher und ein weiblicher Elefant. Der Bulle tötete in den frühen Morgenstunden seinen Wärter, danach kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd quer durch Murten. Schlussendlich gelang es den Bürgern, den Elefanten durch den Bau von Barrikaden in einer Sackgasse einzukesseln, dort wurde er mit einer Kanon erschossen.

Die Theatergruppe Vor Ort hat den kuriosen Ereignissen rund um den Elefanten von Murten nun ein gleichnamiges Stück gewidmet. Diese läuft ab Samstag 13. April im Berner Stadttheater.

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Anti-Musical «Das Resort»

Da haben sich zwei gefunden: Der Berner Schriftsteller Jürg Halter und der Basler Musiker Elia Rediger bringen bei Konzert Theater Bern ihre erste gemeinsame Arbeit auf die Bühne. In Das Resort –Ein Singspiel über das tragische Ende der Selbstoptimierung prallen in einem Luxusresort mit integrierter Entzugsklinik verschiedenste Charaktere aufeinand.

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Das Libretto von Jürg Halter zu «Das Resort» beinhaltet sehr viel, fast schon filmische Schnitte. Das hat Regisseurin Antje Schupp vor die besondere Herausforderung gestellt, quasi eine eierlegende Wollmilchsau auf die Bühne stellen zu müssen.

Zum ganzen Interview mit Antje Schupp in Der Bund (4.4.19) gehts hier

55 Shades of Gay

In seiner unterhaltsamen, politisch unkorrekten und provokativen Posse «55 Shades of Gay» beleuchtet der kosovarische Schriftsteller Jeton Neziraj die Situation der LGBT-Community auf dem Balkan. Diese hat nachwievor einen schweren Stand. Sie hätten im Kosovo für die Aufführung ihrer Komödie viel Lob erhalten, sagt Jeton Nezirai, aber auch Todesdrohungen.

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Radio Bollwerk

Eine Plattform, welche derjenigen Musik Gehör verschaffe, die ansonsten in Clubs nicht unbedingt stattfinde, hätten sie schaffen wollen, sagt Christian «Heiko» Wüthrich von Radio Bollwerk. Wie es der Name sagt, wurde das Internetradio vor rund drei Jahren im Bollwerk, genauer: im Club Kapitel ins Leben gerufen. Während anfänglich nur einmal die Woche gesendet wurde, ist das mitgliederfinanzierte Vereins-Radio mittlerweile 24/7 hörbar.

Zum ganzen Beitrag für Radio RaBe gehts hier, das Kurzinterview mit Heiko Wüthrich in Der Bund (28.3.19) gibts hier zu lesen.

Astronomie und Bier

Die Veranstaltungsreihe Astronomy on Tap wurde 2013 in New York ins Leben gerufen. Ein paar Student*innen hatten damals die Idee, in einer Kneipe Kurzvorträge zu astronomischen Themen zu halten. Mittlerweile hat sich das Format über den ganzen Erdball ausgebreitet und wird seit letztem Jahr auch in Bern durchgeführt. Der Augenschein im Kulturlokal ONO zeigt: Astronomy on Tap kreuzt Wissenschaft mit Unterhaltung und ist dabei vergnüglich und lehrreich in einem. Zum ganzen Beitrag für Radio RaBe gehts hier

«Immer und ewig»

Auch wenn seine Frau vom Hals abwärts gelähmt sei, gehöre diese deswegen doch nicht in ein Pflegeheim, sagt Niggli Bräuning. Seit rund 20 Jahren und mit sehr viel Hingabe pflegt der fast 70-jährige seine Frau Annette, welche an Multipler Sklerose erkrankt ist. Nebenbei hat er einen Bus zu einer fahrenden Minipflegestation ausgebaut, damit er mit Annette auch auf Reisen gehen kann.

Die Geschichte von Niggli und Annette steht im Zentrum von «Immer und ewig», dem Dokumentarfilm von Fanny Bräuning, welcher kürzlich bei den Solothurner Filmtagen mit dem Jurypreis ausgezeichnet wurde. Zu recht, denn Bräunings Film ist ein berührendes und vielschichtiges Porträt über ein aussergewöhnliches Paar.

«Welcome to Refugeestan»

Rund 17 Millionen Menschen leben zurzeit in verschiedenen Flüchtlingslagern – zusammengezogen ergäbe sich daraus ein Staat etwa so gross wie die Niederlande. Die grossen Camps werden meistens vom Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) und von NGOs geführt. Was mit besten Absichten ins Leben gerufen wurde, ist in der Realität manchmal nicht ganz einfach zu managen und so steht die humanitäre Arbeit immer auch wieder in der Kritik.

Das Kino der Reitschule widmet diesem Thema einen Filmzyklus und zeigt dabei auch «Welcome to Refugeestan», ein Dokumentarfilm der Französin Anne Poiret, worin das Spannungsfeld beleuchtet wird, in welchem sich humanitäre Organisationen bewegen. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

«Verdiene ich diese Narben?!»

Vom 30.1. bis 2.2.19 geht in Bern das erste queer-feministische Pornographie-Festival Schamlos (!) über die Bühne. Mit dabei bei «Schamlos» ist auch die indische Theaterschaffende, Schriftstellerin und Aktivistin Living Smile Vidya. In ihrer Heimat ist die 36-Jährige ein wichtiges Sprachrohr für die Anliegen von Transpersonen. Diese hätten in der indischen Gesellschaft nachwievor einen schweren Stand, sagt  Vidya, daran habe auch die Gesetzesrevision der «Transgender Persons Protection Bill» im letzten Dezember nichts geändert. «Wer in Indien einer Kuh etwas zu Leide tut, wird härter bestraft, als jemand, der eine Transperson vergewaltigt.»

Zum Artikel über Lving Smile Vidya in Der Bund (31.1.19) gehts hier der Beitrag für Radio RaBe (30.1.19) findet sich hier.