KultuRadar #40

In der 40. Ausgabe des KultuRadars hauen sich bei der Neue Musik Battle im Sternensaal Bümpliz Musiker_innen experimentelle Kompositionen um die Ohren und im Generationenhaus setzen sich im Rahmen von «Time for Change» Menschen unterschiedlichster Herkunft künstlerisch mit dem Thema Gerechtigkeit auseinander. Mit Artsouk und Reverend Beat-Man in der Turnhalle, Tom Sawyers Abenteuern bei Konzert Theater Bern, Phil Hayes im Kairo und Am Kap in der Dampfzentrale.

Kaspar David Autobahn

Frau Feuz aktualisiert für Sie die Klassiker aus der Geschichte der Malerei.

Nirgends ist Bern urbaner als zwischen den Pfeilern der Autobahnbrücke im Gebiet Breitsch und Wankdorf. Und wenn einem dort Vieltönner über den Kopf hinwegdonnern und der Boden dabei leicht vibriert, dürfte man wohl ähnlich beeindruckt sein, wie dies der Wanderer auf Rügen war.

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Mit Seidl auf Safari

Er hat es wieder getan. Der österreichische Filmemacher Ulrich Seidl hat sich einmal mehr an die Fersen von Landsleuten geheftet und begleitet diese wie bereits in einem Teil seiner Trilogie «Liebe, Glaube, Hoffnung» nach Afrika. Allerdings stehen dieses Mal nicht liebesbedürftige Damen im Zentrum, sondern Jäger und Jägerinnen. «Safari» heisst Seidels neuster Streich und wie es der Titel bereits ankündigt, stehen Touristen im Zentrum, die nach Südafrika reisen, um dort für viel Geld Grosswild erlegen zu dürfen. Ein Gnu: 615 Euro, ein Wasserbock: 1400 Euro pro Abschuss – das Töten wilder Tiere als käufliche Ware.

Es ist ein Markenzeichen des 64-jährigen Regisseurs Seidl, dass in seinen stilisierten Dokumentation nicht immer ganz klar ist, wer jetzt hier tatsächlich authentisch agiert und wer Schauspieler ist. Diese Komponente fällt in «Safari» weg, oder spielt zumindest eine weniger grosse Rolle. Die vierköpfige Familie, welche da mit Gewehren im Anschlag durch die afrikanische Steppe pirscht, scheint echt zu sein. Tiere kommen im Film erst spät ins Bild (mal abgesehen von ausgestopften Varianten), wodurch denn auch diese seltsame Distanziertheit und Sterilität von Grosswildjagd hervorgehoben wird. «Das Stück» (so bezeichnen Jäger ein Tier) wird aus grosser Distanz ins Visier genommen, nach dem Erlegen – «Waidmannsheil!» – hübsch fürs Foto drapiert und dann den Einheimischen zum Ausnehmen überlassen.

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Die Gang der Filmmasochisten

Was sind «richtig schön schlechte Filme»? Die Kultmoviegang feiert ihr zweijähriges Bestehen und zeigt mit «The Room» ein cineastisches Erlebnis der komplett anderen Art.

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Ronny Kupferschmid und die Mutter aller Trash-Filme: Plan 9 from outer Space

«Wir machen dieses Wochenende einen Filmmarathon. Das heisst, wir schauen bei mir zu Hause 36 Stunden lang richtig schön schlechte Filme.» Willkommen in der Welt von Ronny Kupferschmid, seines Zeichens Cineast mit Vorliebe für filmische Erzeugnisse zweifelhafter Qualität. Er sei ein Kind der Neunzigerjahre und habe schon damals eine Unmenge schlechter Filme auf VHS-Kassetten geschaut. Die Liebe zum Schund sei geblieben, weswegen der 39-jährige mit Gleichgesinnten die Kultmoviegang ins Leben gerufen hat, ein Kollektiv von Filmliebhabern mit Affinität zu Trash- und B-Movies.

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Radiobericht über die Kultmoviegang im KultuRadar auf Radio Bern RaBe

KultuRadar #38

In der 38. Ausgabe des KultuRadars spricht die musikalische Wundertüte Pierre Omer über sein neues Swing-Album, Bubi Rufener, der Frontmann der Berner Mundart-Truppe Bubi Eifach, zeigt sich von einer anderen Seite und Fotografin Karin Scheidegger gibt Auskunft über 12 Jahre Pixmix in der Dampfzentrale. Mit Charles Nguela im Theater am Käfigturm, Orgel-Pop-Wunschkonzert in der Heiliggeistkirche und Quer-Rapperin Jennifer Gegenläufer im Frauenraum.

Vom Teebringer zum Krautrocker

Der Trip-Hop-Übervater Geoff Barrow ist kein Mann der grossen Worte, sondern frönt mit seiner Band Beak lieber dem psychedelischen Prog-Rock.

Nein, er wolle nicht. Die Interview-Anfrage lehnt er rundheraus ab, der englische Produzent und Musiker Geoff Barrow, obwohl die Journalistin sogar versuchte, durch die Hintertüre eine verbale Audienz zu erschleichen und dafür Freunde aus dem Umfeld des Engländers nötigte, einen Kontakt herzustellen.

Eigentlich müsste Barrow doch daran interessiert sein, die Berner Presse zu bedienen, würde man meinen. Schliesslich ist eine seiner neusten Label-Errungenschaften hier ansässig, bringt Barrow doch in ein paar Monaten Mario Batkovics Akkordeon-Album «Quatere» auf seinem Label heraus. Und schliesslich kommt der Schlagzeuger und Sänger bald mit seiner eigenen Band Beak auf Besuch.

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KultuRadar #37

In der 37. Ausgabe des KultuRadars spricht der musikalische Leiter der Dampfzentrale Roger Ziegler über die 9. Ausgabe des Festivals Saint Ghetto und die gerade mal 21-jährige Naomi Frei teilt ihre Erfahrungen als Theaterregisseurin des Stücks «Würdest du sie dann lesen?». Mit Simon Ho und Michael Fehr in der Heiteren Fahne, Melker in der Piazza Bar, Peaches im Dachstock, Autorin Judith Hermann im Stauffacher und Frutti die Mare in der Spinnerei.