Category Archives: Theater

«Clash of Gods»

«Clash of Gods» ist der ersten Zusammenarbeit des Berner Musikethnologen Thomas Burkhalter mit dem Lausanner Regisseur und Musiker Christophe Jaquet entsprungen. Die beiden ziehen in ihrer multimedialen Performance so ziemlich jedes Register, welches die Theaterwelt zu bieten hat: Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Licht, Video, Musik, Lärm, Kitsch und Interviewaufnahmen. Ausserdem übernehmen Burkhalter und Jaques in «Clash of Gods» gleich selber die Rolle der Götter, wobei deren Weltanschauung unterschiedlicher nicht sein könnte. Zum ganzen Beitrag bei RaBe gehts hier.

Das Verhör des Lukullus

Im Hörstück «Das Verhör des Lukullus» des deutschen Schriftstellers Bertolt Brecht muss der römische Feldherr Lukullus nach seinem Tod vor einem göttlichen Gericht Rechenschaft über sein Tun ablegen. Ausgestrahlt wurde dieses Hörstück zum ersten Mal 1940 auf dem Schweizer Landessender Beromünster – ein mutiger Akt, denn Brechts Stück kann durchaus als versteckte Hitler-Kritik interpretiert werden.  In Zeiten von Putin, Erdogan und Trump ist Brechts Text aktueller denn je. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.

Zirkus Chnopf sucht neuen Standort

IMG_2424Auf der Warmbächlibrache stehen zur Zeit wieder die bunten Wagen des Zirkus Chnopf, denn dieser zeigt dort bis Sonntag sein neues Programm «Gugus». Die insgesamt 16 Wagen und 7 Traktoren haben dieses Jahr zum letzten Mal die Warmbächlibrache angefahren, weil diese in Bälde überbauen werden wird. Für den Chnopf bedeutet dies, dass ein neuer Standort gefunden werden muss. Das sei gar nicht so einfach, sagt Gesamtleiter Konrad Utzinger.  Hier gehts zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe

Glitzernde Unterschiede

Die inklusive Theatergruppe Muniambärg hat sich vom Prometheus-Mythos inspirieren lassen und plädiert für die Vielfalt des menschlichen Daseins.

Bildschirmfoto 2018-06-02 um 09.22.54Kein Theaterstück, sondern ein «kreativer Akt der Superlative» werde heute Abend gezeigt, verspricht Schauspieler André Roth gleich zu Beginn des Abends im Tojo der Reitschule. Und tatsächlich wird im neuen Stück «Die Auserwählten oder der neue Mensch» der Gruppe Muniambärg so einiges kreiert.

Bei Muniambärg gehen Laienschauspieler mit und ohne Behinderung zu Werke; dieses Jahr sind es deren neun, die da zuerst leicht und weiss bekleidet auf Yoga-Matten liegen. Auf einer Leinwand wird derweilen die Vorgeschichte per Videoeinspielung erzählt. Für ihr Stück liessen sich die beiden Regisseurinnen Sybille Heiniger und Patricia Nocon von einem der ältesten und bekanntesten literarischen Stoffe inspirieren: vom Prometheus-Mythos, wie er bei Aischylos nachzulesen ist.

Den ganzen Beitrag in Der Bund vom 2. Juni hier nachlesen

Das Geld auf der Anklagebank

Schuldig oder nicht schuldig? Diese Frage musste sich gestern Abend die Zuschauerschaft am Ende einer vierstündigen Gerichtsverhandlung im Tojo Theater stellen. Auf der Anklagebank sass: Das Geld.

Der gebürtige Genfer Christophe Meierhans verhandelt in seiner Produktion Trials of Money die Frage nach der Verantwortung von Geld in unserer heutigen Gesellschaft. Weil Geld ja nun aber nicht eine Person aus Fleisch und Blut ist, wird es in Trials of Money als Semi Human Person bezeichnet und anhand von existierenden Gesetzen auf seine Schuldigkeit hin geprüft. Vorgeworfen werden dem Geld vier Vergehen: Betrug, Erpressung, unterlassene Hilfestellung und Anstachelung zu Hass. Im schmucken Wolken-Bühnenbild werden nacheinander neun Personen in den Zeugenstand gerufen, welche zuerst von der Richterin und aber vor allem auch vom Publikum befragt werden.

Die Zeugen und Zeuginnen: Zwei Banker, ein Obdachloser, Melinda Gates (Bill & Melinda Gates foundation), weiter werden eine Vertreterin des indigenen Stammes der Algonqin, ein Verfechter von Kryptowährungen, ein Ökonome und ein ehemaliges Kibbutz-Mitglied in den Zeugenstand gerufen. Und dann ist da auch noch der Kriminologe und forensische Psychiater, welcher der Menschheit in Bezug auf das Geld ein Stockholm Syndrom attestiert. Continue reading

Akte Bern: Von Fichen und Facebook

1989 erschütterte der sogenannte Fichenskandal die Schweiz. Dabei wurde aufgedeckt, dass die Schweizer Bevölkerung über Jahrzehnte hinweg bespitzelt worden war – insgesamt waren etwa 900’000 solcher «Staatschutz-Fichen» angelegt worden. Während der Aufschrei damals noch gross war, geben wir heute auf Facebook und Co freiwllig und sehr detailliert Auskunft über unser tägliches Leben.
Unser Verhältnis zum Überwachtwerden habe sich komplett verkehrt, sagt Kulturjournalist Tobi Müller. In seinem Stück «Die Akte Bern – ein Theaterbericht von Fichen bis Facebook», welches bei Konzert Theater Bern gezeigt wird,  ergründet Müller diese Verkehrung. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.

Transgendermusical Coco

Die Geschichte der ersten offiziellen Schweizer Transgenderfrau Coco wird zurzeit bei Konzert Theater Bern in einem Musical erzählt. Was auf den ersten Blick so gar nicht zusammen passen will – Musicals sind in unseren Breitengraden ja nicht unbedingt für schwerwiegende Themen bekannt – tue es doch. Das sagt Stückautor Alexander Seibt im Gespräch mit RaBe. Zum ganzen Beitrag gehts hier.

Matto Kämpf: Die Schwestern Karamasoff

Das neue Bühnenstück des Berner Schriftstellers Matto Kämpf basiert auf Dostojewskis Roman «Die Brüder Karamasoff», wobei Kämpf nicht nur die Geschehnisse nach Bern verlegt, sondern auch das männliche Personal mit Frauen ausgetauscht hat. Sein Stück «Die Schwestern Karamasoff» ist ein vierteiliges Kammerspiel, welches im Schlachthaus Theater gezeigt wird. Er und Dostojewski, das sei eine alte Liebe, sagt Kämpf.
Den ganzen Beitrag bei RaBe gibts hier.

Zähes Verhör

Mit mehr als 50 Stücken gehört Nick Rongjun Yu zu den produktivsten und erfolgreichsten Dramatikern der chinesischen Theaterszene. Nun hat eines seiner Stücke den Weg nach Bern ins Theater Matte gefunden, hier nämlich wird das klaustrophobische Kammerspiel «Hinter der Lüge» als Schweizer Erstaufführung in einer Dialektfassung gezeigt.

Foto: Ben Zurbriggen

Die ganze Besprechung in Der Bund vom 19.2.18 gibts hier

Szenischer Stadtrundgang

Was verbindest du mit Zuhause? wie möchtest du wohnen? Im Hotel, unter freiem Himmel oder in der selbstverwalteten Wohnbaugenossenschaft? Der neue Stadtrundgang «Nirgendwo mehr als hier» von StattLand führt durchs Berner Lorrainequartier und bietet einen spannenden Einblick in unterschiedliche Vorstellungen und Sehnsüchte von Menschen in Bezug auf «Zuhause sein». Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.