Tote Briefkästen und ein Koffertelefon

Der neue Rundgang «Unter Verschluss – ein Berner Politkrimi» von StattLand führt in die 1990er-Jahre und beleuchtet anschaulich und unterhaltsam die Machenschaften rund um die ominöse Widerstandsgruppe P-26.

Und dann kreuzen sich plötzlich zwei Zeitebenen, als Bundesrat Ignazio Cassis an der Gruppe von Rundgangteilnehmenden vorbeimarschiert, die sich ihrerseits im Jahr 1991 befinden und auf dem Weg sind, um mit Bundesrat Villiger ein Gruppenfoto zu schiessen. Aber der Reihe nach.

Seit 30 Jahren führt der Verein StattLand thematische und szenische Stadtrundgänge durch, welche einen Einblick in Kultur, Geschichte, Gesellschaft und Politik der Stadt Bern vermitteln. Für den neusten Rundgang «Unter Verschluss – Ein Berner Politkrimi» versammelt sich das Publikum auf der Kleinen Schanze. Die eisige Kälte kriecht an diesem Mittwochabend in alle Knochen, und das Bundeshaus präsentiert sich mystisch vernebelt.

Den ganzen Beitrag zum neuen StattLand-Rundgang «Unter Verschluss – ein Berner Politkrimi» (der Bund 27.11.20) gibst hier zu lesen

«Fertig Theater» sagt Lisa Catena

Die Kabarettistin und Satirikerin Lisa Catena ist aufs Land gezogen und hat dem Materiellen entsagt. Am 17. und 18. Oktober zeigt sie im La Cappella ihr neues Programm «Fertig Theater».

Bild: Janosch Abel

Lisa Catena, was tragen Sie gerade?
Bitte?!

Sie haben angekündigt, aufs Land gezogen zu sein und nur noch zehn weisse T-Shirts und zwei Paar Jeans in Ihrem Kleiderschrank zu haben. Stimmt das?
Ach so! Ja, das stimmt. Ich habe realisiert, dass mein Leben total vollgestopft war mit materiellen Dingen, Terminen und Auftritten. Das schlug mir auf die Kreativität. Mit einem vollen Kopf lassen sich keine neuen Ideen ausbrüten. Darum habe ich einen Befreiungsschlag vollzogen, materiell abgespeckt und bin von Bern in ein 350-Seelen-Dorf mit mehr Kühen als Leuten gezogen. Und siehe da: Die Kreativität ist zurückgekehrt.

Zum ganzen Interview mit Lisa Catena (Der Bund 14.10.20) gehts hier

Kultur im Ausnahmezustand

Wie verändert sich Kultur in der Krise und wie die gesellschaftliche Praxis im Umgang mit Kultur? Diese und andere Fragen disktutieren am Mittwoch 26.8.20 von 18:30 – 20 Uhr im Polit-Forum Bern:

– Philippe Bischof, Direktor Pro Helvetia
– Anneli Binder, Geschäfts- und künstlerische Leitung Dampfzentrale
– Raphaël Brunschwig, Chief Operating Officer Locarno Film Festival
– Andreas Ryser, Mouthwatering Records und Präsident IndieSuisse

Moderation: Gisela Feuz, Kulturjournalistin, Dozentin und Moderatorin

UPDATE (29.8.20) Die Veranstaltung wurde auch im Livestream übertragen und kann hier nachgeschaut werden.