Hommage an Larousse

«Meine Muse und mein Spickzettel» nennt der Berner Plakatkünstler und Szenograph
Claude Kuhn den Larousse liebevoll. Wann immer sich der Bilingue nämlich an einen
Auftrag setzt, holt er die schwere französische Enzyklopädie aus der Schublade, um
sich Inspiration bei deren Definitionen, Erklärungen und kunstvollen Illustrationen
zu holen.

Mit der «Hommage an Larousse» erweist Claude Kuhn seiner langjährigen Muse nun die Ehre. Dabei orientiert er sich insofern am französischen Vorbild, als dass jedem Buchstaben des Alphabetes eine Illustration gewidmet ist. Ich habe die ungewohnte Denkweise, die den Illustrationen zu Grunde liegt, in den Worterklärungen aufgenommen und weitergesponnen. Es war mir eine Ehre, mit Claude Kuhn, einer Ikone seiner Gilde, arbeiten zu dürfen! Und welche Ehre dann gleich noch mal, dass Christoph Simon das Vorwort geschrieben hat.

Vernissage «Hommage an Larousse»
Mittwoch 1.12. um 18:30 vor dem Museum für Kommunikation bei Glühwein, Suppe und Feuer zu den Klängen von Mich Gerber am Kontrabass. Zur Einladung gehts hier.

Offspace soso: Zweigstelle für Kunstraumfahrt

Der neue Off-Space Soso am Bollwerk bietet eine Plattform für interdisziplinäres Kunstschaffen. Dabei werden auch Kunstastronauten losgeschickt, die zuvor noch nie gemeinsam auf Mission waren.

Die Augen sind noch nicht ganz auf normaler Betriebsgrösse und die Stimmen etwas kratzig an diesem Montagmittag. Wer dafür schon auf Hochtouren im Einsatz steht, ist die Kaffeemaschine. Ja, es sei spät geworden, sagen Dino Dragic-Dubois und Mahalia Haberthür. Die beiden gehören zum Kolletiv, das den neuen Off-Space Soso am Bollwerk gegründet hat. Früher einmal beherbergte der schlauchförmige Raum zwischen Club Kapitel und Crêperie einen Veloladen, dann das Kultur-Pop-up Gränni und bis Ende 2020 noch eine Hair- und Tattoo-Werkstätte. An diesem Montagmittag zeugt eine Armada von technischen Gerätschaften davon, dass hier am Wochenende ordentlich gearbeitet wurde, und zwar bis in die frühen Morgenstunden. Mehr dazu später.

oso steht kurz für «sub office of space operations», wobei die selbst ernannte Zweigstelle für Raumfahrt plant, in unbekannte Kunstuniversen vorzudringen, und dabei Astronauten losschickt, die zuvor noch nie gemeinsam auf Mission waren. Konkret heisst dies, dass sich Berner Kulturschaffende aus sämtlichen Sparten gemeinsam auf der Soso-Experimentierwiese tummeln.

Den ganzen Artikel (Der Bund 30.3.21) gibst hier