Kinderfilmclub Zauberlaterne

Die Zauberlaterne ist ein Filmclub, der sich nicht über mangelndes Publikum beklagen kann. 6-12 Jahre jung sind die Zauberlaternen-Cineast*innen, welche sich 9 Mal im Jahr im Berner Kino ABC zu Vorführungen treffen. Gezeigt werden Filme unterschiedlichster Machart, womit das Interesse des jungen Publikums für filmisches Schaffen gefördert werden soll. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.

Frau macht!

IMG_1360Was für eine tolle Ladies-Runde ich da zum #internationalerfrauentag moderieren darf! ❤️

Am Donnerstag sprech ich mit Gülsha Adilji (Autorin und Moderatorin), Jolanda Spiess-Hegglin (Gründerin #Netzcourage), Kathrin Altwegg (Astrophysikerin Uni Bern), Aniya Seki (Weltmeisterin Boxen), Ursula Haller (ehemalige National- und Gemeinderätin), Stefanie Grob (Autorin und Satirikerin) und Cynthia Wolfensberger (Ärztin für ästhetische & plastische Chirurgie) im wunderschönen Café Bar Mokka. Ein Anlass übrigens für ALLE!

Sämtliche Details zur Veranstaltung gibts hier.

Eine Geschichte in Kleinformat

Die Schweizer Briefmarke feiert den 175. Geburtstag: Das Museum für Kommunikation in Bern widmet der Briefmarke eine «extreme» Ausstellung. Briefmarken locken keinen Hund hinter dem Ofen hervor?! Humbug! Beinahe wäre Frau Feuz kriminell geworden.

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Eine teuer Dame: «One Black Penny»

Der Gedanken, dass jetzt der geeignete Zeitpunkt gekommen wäre, doch noch eine kriminelle Laufbahn einzuschlagen, geisterte kurz durch die Hirnwindungen der Chronistin. Fast 30 Millionen Schweizer Franken ist die Ausstellungsware wert, welche zurzeit im 2. Untergeschoss des Museums für Kommunikation gezeigt wird.

Das gesetzeswidrige Vorhaben scheiterte daran, dass der Wachmann ein ausnehmend freundlicher Zeitgenosse war – und auch am Umstand, dass die Ware nicht einfach irgendwo in der nächsten Hehlerbude verhökert werden könnte. Soweit sie informiert sei, sagt Museumsdirektorin Jacqueline Strauss, gebe es nämlich keinen Schwarzmarkt für Briefmarken.

Den ganzen Beitrag zur Ausstellung «Extrem – 175 Jahre Briefmarken» in Der Bund vom 2.3.18 gibts hier zu lesen

Frauenthemen

poller«Poller»-Kolumnistin Gisela Feuz hat nichts übrig für klischeehafte Frauen- oder Männerthemen.

Lieber Volkan Obriciz,

meine letzte Poller-Kolumne über schwule Liebe im Profifussball hat Sie offenbar gelangweilt. «Wenn Frau schon sonst nichts beizusteuern vermag, soll sie doch bitte über Frauenthemen schreiben», haben Sie mich wissen lassen. Jetzt brauche ich Ihre Hilfe, Herr Obriciz, weil ehrlich gesagt: Ich stehe am Hag. Frauenthemen? Eigentlich bin ich ja davon ausgegangen, dass schwule Fussballer durchaus ein Frauenthema seien. Homosexuelle Fussballer mögen Fussball und Männer, ich mag Fussball und Männer, ergo: Frauenthema. Nicht? Hm. Meinen Sie vielleicht eher Angelegenheiten, mit denen sich Frauen in ihrem Alltag beschäftigen? Vielleicht etwas in der Art:

Die ganze Kolumne in Der Bund vom 28.2.18 gibts hier zu lesen

Einsortiert.

Wenn sie davon leben könnte, würde sie ihr Leben mit sortieren verbringen, sagt Fabienne Sieger. Dass das Aufreihen und Anordnen von Kleinstobjekten etwas durchaus Befriedigendes haben kann, weiss jede*r, der/die schon mal ein 10’000 Puzzle zusammengesetzt hat. Im Fall von Sortagefachfrau Sieger kann das Anordnen allerdings in wahre Sortierexzesse münden, und zwar auch in Situationen, in denen eigentlich Effizienz gefragt wäre. Wenn sie dran sei mit Kochen, dann schaue sie darauf, keine «unattraktiv aufreihbaren» Lebensmittel verwenden zu müssen. Am Wochenende rechne sie vorsorglich einen halben Tag zur Menuzubereitung ein, sagt Sieger. Dies alles lässt sich dem grossformatigen Buch «Ensortiert. Aus dem Leben einer Sortagefachfrau» entnehmen. Darin enthalten: Schmucke Fotografien von hübsch zerlegten und sortierten Lebensmitteln. Da finden sich zum Beispiel Orangenschnitze oder Gummibärchen sorgfältig nach Grösse und Farbe gereiht oder die einzelnen Bestandteile eines Birchermüeslis, die fein säuber drapiert wurden.

Fabienne Sieger hat ganz offensichtlich ein Auge fürs Detail, für Strukturen und Muster, eine Begabung, die zum Autismus Spektrum Persönlichkeit (früher: Asperger Syndrom) gehört. Man nimmt an, dass etwa 1% der Menschen unserer Gesellschaft betroffen sind, wobei die Schwere der Betroffenheit variiert. In «Einsortiert. Fragmente aus dem Leben einer Sortagefachfrau» gewährt Fabienne Sieger Einblick in ihr Leben und die Schwierigkeiten, welche ihr ihr Besonderssein beschert. Wie Dr. Maria Asperger Felder im Vorwort festhält, würden Menschen mit Autismus Spektrum Persönlichkeit der «Algorithmus fürs Soziale» fehlen. Fabienne Sieger beschreibt in ihrem Buch anschaulich und mit viel Humor, wie und warum ihr Irrationalitäten in sozialen Interaktionen Kopfzerbrechen, Schweissausbrüche oder Schockstarre bereiteten. Telefonieren, unangemeldete Besuche, Begrüssungsküsschen, ungenaue Zeitangaben, verbale Floskeln, Smalltalk oder Überraschungen seien ihr ein Graus und kosteten sie viel Energie. Zur Selbstregulierung und zum Stressabbau zeichne sie exzessiv Quadrate oder sortiere eben Dinge, was ihr maximale Entspannung biete, schreibt die 34-jährige Bernerin.

Nebst den Bildern zerlegter Mahlzeiten oder Lebensmitteln finden sich in Siegers Buch denn auch einige dieser Quadrat-Zeichnungen, die in ihrer Dreidimensionalität an die optischen Täuschungen eines MC Escher erinnern. Ausserdem hat Sieger auch Scherben zu neuen Bildern angeordnet und Fotografien von Mustern versammelt, wie sie in der Natur vorkommen. Alle Bilder verraten den genauen Blick fürs Detail und ein Flair für Gestaltung, wobei die Zweckentfremdung der Gegenständen nicht nur eine harmonische Ästhetik kreiert, sondern auch einen sympathisch eigenwilligen Humor ausstrahlt.

Fabienne Sieger arbeitet als Sonderschullehrerin, ist Mutter zweier Töchter und bloggt als Frau Gminggmangg. Ihr Buch «Einsortiert. Aus dem Leben einer Sortagefachfrau» ist im Autismusverlag erschienen.

KulturStattBern, 27.2.18

«Wildern» mit Raphael Urweider

Der 43-Jährige preisgekrönte Berner Lyriker Urweider ist ein Tausendsassa. Urweider schreibt Theaterstücke, rappt, ist ein begnadeter Pianist, tut bei der Too Late Show mit und hat mit «Wildern» soeben seinen vierten Gedichtband herausgegeben. Darin finden sich mehrere Gedichtzyklen, welche sich alle in irgendeiner Form mit Fremdsein, Entfremdung, Ortschaften oder eben: Verortung befassen. Urweiders Verse sind schlichte, leichte und doch kunstvolle Sprachgebilde, denen man nicht auf den ersten Blick ansieht, wie viel Arbeit dahintersteckt.

sonOhr Radio und Podcast Festival

Das sonOhr geht vom 23. – 25. Februar 2018 bereits zum achten Mal über die Bühne beziehungsweise über die Lautsprecher. Dabei gibt es im Kino Rex Hörstücke unterschiedlichster Machart und Länge zu hören: Von kurzen Flashstorys, also gerade mal 3-minütige Radiobeiträgen, bis hin zu aufwändig produzierten halbstündigen Features (mit dabei am Freitag 20:30 Uhr auch Frau Feuz’ Reportage «Saufen für die Obdachlosen» über den Berner Club Dead End). In der Schweiz gebe es noch Aufholbedarf, was die Podcast-Produktion anbelange. Das sagt einer der es wissen muss: Pascal Nater, Geschäftsführer des sonOhr Radio und Podcast Hörfestivals. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.

Zähes Verhör

Mit mehr als 50 Stücken gehört Nick Rongjun Yu zu den produktivsten und erfolgreichsten Dramatikern der chinesischen Theaterszene. Nun hat eines seiner Stücke den Weg nach Bern ins Theater Matte gefunden, hier nämlich wird das klaustrophobische Kammerspiel «Hinter der Lüge» als Schweizer Erstaufführung in einer Dialektfassung gezeigt.

Foto: Ben Zurbriggen

Die ganze Besprechung in Der Bund vom 19.2.18 gibts hier

Liebes YB, …..

Frau Feuz schreibt ab sofort für Der Bund regelmässig bei der Kolumne Der Poller mit. Ihren Einstand hat sie mit einem heiklen Thema gegeben: einem offenen Brief an YB, in dem es um schwule Liebe im Profifussball geht.

Liebes YB,
pollerdu bist nach der Winterpause fulminant gestartet und wirst dieses Jahr Meister, gell. Das ist toll! Toll ist auch, dass man dich zudem bald im Kino wird bewundern können. Marcel Gisler hat ja mit «Mario» einen Film gedreht, in dem du eine zentrale Rolle spielst. Unter anderem erhält die Zuschauerschaft darin Einblick in die heiligen Katakomben des Stade de Suisse, wo wir den fiktiven Spielern beim Umziehen und Duschen zugucken dürfen. Also ich persönlich bin ja der Meinung, dass es keinesfalls verkehrt sein kann, so ganz ungeniert auf durchtrainierte nackte Männerhintern gucken zu dürfen. Bestimmt wird mir da ein grosser Teil der weiblichen Leserschaft zustimmen. Und auch ein Teil der männlichen.

Den ganzen Poller in Der Bund vom 7.2.18 hier online lesen

Schwule Liebe im Profifussball ist nach wie vor ein Tabuthema – ein Tabuthema, das Regisseur Marcel Gisler in seinem neuen Spielfilm «Mario» aufgreift. Gisler Mut wurde belohnt: «Mario» ist in vier Kategorien für den Schweizer Filmpreis nominiert. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.