«Fertig Theater» sagt Lisa Catena

Die Kabarettistin und Satirikerin Lisa Catena ist aufs Land gezogen und hat dem Materiellen entsagt. Am 17. und 18. Oktober zeigt sie im La Cappella ihr neues Programm «Fertig Theater».

Bild: Janosch Abel

Lisa Catena, was tragen Sie gerade?
Bitte?!

Sie haben angekündigt, aufs Land gezogen zu sein und nur noch zehn weisse T-Shirts und zwei Paar Jeans in Ihrem Kleiderschrank zu haben. Stimmt das?
Ach so! Ja, das stimmt. Ich habe realisiert, dass mein Leben total vollgestopft war mit materiellen Dingen, Terminen und Auftritten. Das schlug mir auf die Kreativität. Mit einem vollen Kopf lassen sich keine neuen Ideen ausbrüten. Darum habe ich einen Befreiungsschlag vollzogen, materiell abgespeckt und bin von Bern in ein 350-Seelen-Dorf mit mehr Kühen als Leuten gezogen. Und siehe da: Die Kreativität ist zurückgekehrt.

Zum ganzen Interview mit Lisa Catena (Der Bund 14.10.20) gehts hier

Berner Kultur im Fokus

Trotz steigenden Corona-Zahlen war der grosse Saal des Berner Kornhausforums gestern Abend gut besucht, denn die Affiche versprach Spannung: Insgesamt vier amtierende Gemeinderät*innen sowie sieben Kandidat*innen, die bei den kommenden Wahlen gerne in den Gemeinderat gewählt würden, diskutierten über Berner Kulturpolitik.

Insgesamt haben sich 16 Personen für die Gemeinderatswahl vom 29. November 2020 aufstellen lassen. Ausser Bettina Jans-Troxler (EVP) sowie den Kandidierenden der Liste «Ensemble c’est tout» rund um Stefan Theiler, den einige wohl als Verschwörungstheoretiker bezeichnen würden, waren alle Anwärter*innen anwesend: Das bürgerliche Bündnis bestehend aus Thomas Fuchs, Bernhard Eicher und Simone Richner, die Mitte-Liste mit Reto Nause, Marianne Schild, Claudio Righetti und Corina Liebi, sowie RotGrünMitte mit Michael Aebersold, Franziska Teuscher, Alec von Graffenried und Marieke Kruit.

Im Zentrum des Wahlpodiums stand die aktuelle und zukünftige Kulturpolitik der Stadt Bern – zu grossen Überraschungen kam es dabei nicht.

Hier gibts den ganzen Kommentar zum gestrigen Wahlpodium.

Danke, liebes Essen

Frau Feuz hat im August eine Reise quer durch Deutschland unternommen und ihr Eindrücke im Blog Grand Tour der Schland (Der Bund, 25.8.20) geschildert. Weil in diesem Text die Stadt Essen den Sympathiebonus gewann, hat mich Journalistin Marem Schürmann von der WAZ kontaktiert und einen Artikel darüber verfasst (Ausschnitt unten). Seitdem bekomm ich ganz viele liebe E-Mails von «Ruhris», also von Menschen aus dem Ruhrpott. Hach, da muss ich ja fast wiederkommen ❤️

CEO of Vodka Worm Vibrating

Liebes Swiss Economic Forum,

Ich ziehe ja derzeit eine Zweitkarriere in Betracht. In der näheren Auswahl ist zum einen Richterin am Supreme Court. So ganz offiziell mit einem Hammer auf den Tisch hauen zu dürfen, stell ich mir toll vor und aufgrund meiner Affinität zu Baumarkt-Equipment erachte ich mich auch als durchaus geeignet für diesen Job. Sledge Feuz. Geil, nicht?! Favorit in der feuzschen Zukunftsvision ist aber derzeit der Aufbau einer Regenwurm-Vibrations-Farm. Das ist «the next big thing», wie man in Züritüütsch sagen würde.

Vor rund einer Woche räumten Ivan Maksymov und Andriy Pototsky den Ig-Nobelpreis in der Kategorie Physik ab, und seitdem kriechen ihnen die Regenwürmer die Tür ein. Die Forscher haben getestet, was mit Regenwürmern passiert, wenn man deren Körper mit hoher Frequenz vibrieren lässt. Damit die Tierchen maximal entspannt sind, kredenzte man ihnen vorher einen ordentlichen Schluck Wodka. Seitdem ist Vodka-Vibrating in der Regenwurmszene der letzte Schrei. Da lässt sich Geld scheffeln, dachte die gewiefte Jungunternehmerin Feuz.

Die ganze Poller-Kolumne (Der Bund 23.9.20) gibts hier zu lesen.