Liebenswert suboptimal

Drei Antihelden, ein VW-Bus und viele grosse Lebensfragen: In seinem neusten Bühnenprogramm «Der Suboptimist» beweist sich Christoph Simon einmal mehr als begnadeter Figurenzeichner.

«Wer bin ich, was will ich sein und wie werde ich, was ich sein will?» Es sind die richtig grossen Fragen, die Christoph Simon in seinem neuen Bühnenstück «Der Suboptimist» umtreiben. Aber Christoph Simon wäre nicht Christoph Simon, würde sein viertes Programm in einen philosophischen Exkurs ausarten, an dessen Ende Erleuchtung steht. Vielmehr nimmt der Berner Kabarettist die Zuschauerschaft im La Cappella mit auf eine vergnügliche Reise im VW-Bus. An Bord des Mobils: drei Charaktere, deren Leben vielleicht nicht immer ganz optimal verläuft.

Zur ganzen Besprechung von Christoph Simons Bühnenprogramm «Der Suboptimist» gehts hier

Bundesordner 2020

Der satirische Jahresrückblick «Bundesordner» kommt nach Bern ins La Cappella. Mit dabei: das preisgekrönte Duo schön & gut, alias Ralf Schlatter und Anna-Katharina Rickert.

Was fanden Sie das wichtigste Ereignis des vergangenen Jahres, Frau Rickert?
Dass uns bewusster geworden ist, Teil eines Systems zu sein, und wir dem Ausdruck verliehen haben. So viele Leute sind auf die Strasse gegangen, sei es für den Frauenstreik oder für Klimademos, und haben damit gezeigt, dass sie gehört werden wollen, dass sie aktiv sein wollen und nicht einfach alles an politische Entscheidungsträger delegieren.

Das ganze Interview mit Anna-Katharina Rickert (Der Bund 23.1.20) gibts hier

«Aperöle und Flugsimulatörle»

Ben Vatter präsentiert im La Cappella sein erstes Soloprogramm «Gvätterle» und erntet dafür zu Recht euphorischen Beifall.

ben_vatterZehn Prozent der Ausdrücke habe sie nicht verstanden, obwohl sie doch auch schon seit 12 Jahren in Bern zu Hause sei, liess eine gebürtige Bündnerin im La Capella verlauten. Aber klingen täten selbst diese Ausdrücke toll. Liebhaber des Berner Dialekts kamen im Kulturlokal im Breitenrain tatsächlich voll auf ihre Kosten, denn auf der Bühne präsentierte Ben Vatter sein erstes Soloprogramm: «Gvätterle».

Wie auch in seinen Kolumnen, die Vatter seit 2013 regelmässig für den «Bund» verfasst, stand im ersten Teil seines Programmes das Berndeutsch mit all seinen Facetten im Zentrum. Gleich zu Beginn des Abends ernannte sich Vatter selber zum «Bärndütsch-Psychopapst» und beleuchtete den Umgang der Berner und Bernerinnen mit ihrem Idiom.

Die ganze Besprechung in Der Bund vom 30.11.17 gibts hier.