Monthly Archives: March 2016

Klassik in der KVA

#BernNotBrooklyn: Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist nachts mächtig was los…

… und zwar selbst dort, wo man es am wenigsten vermuten würde: in der Kehrichtverbrennungsanlage Forsthaus. Dort wird nicht nur Abfall verbrannt, sondern auch vieles rezykliert. Auch Musikalisches. Gestern trat in der KVA nämlich das Duo «Petting goes Classic» auf, das aus Mezzosopranistin Stephanie Szanto und Pianist Simon Bucher besteht. Sie seien die wahrscheinlich erst «Kammermusik-Recycling-Band», erklärte Szanto zu Beginn des fröhlichen Liederabends, um dann sogleich «What is Love» von Haddaway anzustimmen. Ja ja, Sie haben richtig gelesen. Das Duo «Petting goes Classic» interpretiert Bravo-Hits auf klassische Art und Weise. Das ist eine äusserst verngügliche Angelegenheit, zumal Oeuvres wie «Ich find’ dich scheisse», «Looking for Freedom», «I Like to Move it» oder «I’m too sexy» plötzlich eine ungeahnte Poesie und Tiefenschärfe offenbaren. Ich mein, geben Sie sich mal den untenstehenden Auszug aus Haddaways Meisterzyklus. Shakespeare dürfte sich vor Neid im Grabe umdrehen ob der geballten Ladung Wortwitz und Poesie.

Whoa, whoa, whoa, whoa, oh-whoa, whoa, ohh, ooh
Whoa, whoa, whoa, whoa, oh-whoa, whoa, ohh, ooh
What is love?
Ooh, ooh, ooh
What is love?
Ooh, ooh, ooh
What is love?

Baby, don’t hurt me
Don’t hurt me no more

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Und ja, Star Wars Theme musste natürlich auch sein. Inklusive Stormtrooper.

Melody of Noise – alles klingt

Einen Film für die Ohren hat sie gemacht, die Schweizer Filmregisseurin Gitta Gsell, denn in «Melody of Noise» heftet sich die 63-jährige gebürtige Zürcherin an die Fersen von Klangsuchern und -tüftlern. Oder anders ausgedrückt: «Melody of Noise» gewährt Einblick in das Schaffen und die Leidenschaften einer wundervollen Ansammlung von Nerds.

Die Grenze zwischen Lärm und Musik werde ja eigentlich nur dadurch definiert, ob man das Dargebotene gerade hören wolle oder nicht, sagt Jazz-Musiker Bruno Spoerri, der auch als Vorreiter der experimentellen elektronischen Musikszene der Schweiz gehandelt wird. Alles sei klanglich verwertbar. Erst kürzlich sei er über diese «wunderschöne Melodie» gestolpert, welche ein rostiges Gartentöri in einem Bieler Bed & Breakfast von sich gegeben habe. Nun ja. «Wunderschön» ist vielleicht nicht das erste Adjektiv, das einem bei einem schrillen Quitschgeräusch in den Sinn kommt. Aber Spoerris Enthusiasmus ist bezaubernd.

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Montagshunde – das Buch

«Montagshunde» ist ein schmuckes Büchlein mit Fotos von schlafenden Hunden und Texten von 17 Autoren/Musikerinnen, das im Herbst beim Verlag Der gesunde Menschenversand erscheinen soll. Ursprünglich wurden die Bilder bei KulturStattBern – dem Online-Blog der Zeitung «Der Bund» –  in der Serie «Müder Montagshund» gezeigt, worauf Leute begannen, Bilder von schlafenden Hunden aus aller Welt zu schicken. Offenbar traf die Serie mitten ins Schwarze der aktuellen Stimmungslage. Nun werden die 20 schönsten Bilder veröffentlicht, zusammen mit extra verfassten Gedichten, Kurzgeschichten und Songs von: Frau Feuz (Initiantin), Ariane von Graffenried, Bubi Rufener, Sandra Künzi, Matto Kämpf, Pedro Lenz, Grazia Pergoletti, Rolf Hermann, Olivier Joliat, Michael Fehr, Stefanie Grob, Raphael Urweider, Gerhard Meister, Suzanne Zahnd, Lisa Catena, Roland Reichen und Christoph Simon.

Damit das Büchlein im Herbst dann auch wirklich herausgegeben werden kann, brauchen wir deine finanzielle Unterstützung – selbstverständlich bekommst du dafür eine Gegenleistung. Einfach auf die unten abgebildete We Make It Kampagne klicken und das Gewünschte aussuchen. Danke! Möge Lassie mit dir sein.

Benefiz-Lesung

FullSizeRenderDer gesunde Menschenversand ist ein Verlag, der seit 1998 unermüdlich Schreibende und Musizierende unterstützt und herausgegeben hat. Dazu gehören, Pedro Lenz, Matto Kämpf‬, ‪Stefanie Grob‬, Michael Fehr, Fitzgerald & Rimini, Manuel Stahlberger, Rolf Hermann, Jürg Halter, Arno Camenisch uva.

Morgen Sonntag findet eine Benefizveranstaltung statt mit acht lesenden Autoren und Autorinnen, mit dabei auch Frau Feuz. Warum? Weil sie im Herbst ihr Fotobüchlein «Montagshunde» beim gesunden Menschenversand herausgeben wird. Darum. Start 17h, Kornhausbibliothek Bern.