Botox & Bio-Aromat

«Poller»-Kolumnistin Frau Feuz erfindet ein Corona-Desensibilisierungs-Programm, sagt der Cablecom den Kampf an und kommt dereinst in die Louis-Vuitton-Hölle. Oder auch nicht.

Nachbar (Sie wissen schon, das Loch in der Küchendecke): Feuz, was stinkt denn hier so?!

Frau Feuz: Klappe dort oben. Ich muss mich konzentrieren. Ich entwickle gerade ein Gegenmittel.

Nachbar: Gegenmittel wogegen?

Frau Feuz: Gegen Corona. Vielleicht auch gegen die Cablecom. Bin noch unschlüssig, was schlimmer ist.

Nachbar: Das erklärt aber noch nicht, warum es so stinkt.

Die ganze Poller-Kolumne (Der Bund 18.6.19) gibst hier zu lesen

Die Rivella-Martinetti-Selbstoptimierung

Frau Feuz optimiert sich in der Corona-Quarantäne selber. Oder eben auch nicht.

«Feuz, wo steckst du? Bist du etwa auch gerade dabei, dich zur eierlegenden Wollmilchsau zu optimieren?», brüllte kürzlich der Nachbar durchs Loch in der Küchendecke. Sie erinnern sich, werte Leserschaft: Eine Druckluftflasche auf Abwegen sorgte für die bauliche Erweiterung von Frau Feuz’ Wohnraum.

Frau Feuz: Ich liege auf dem Sofa, trinke Rivella Martinetti und guck mir eine Enzyklopädie mit Pflanzen, Tieren und anderem Gesocks an. Da lachst du dir einen Schranz. Ich mein: Hast du schon mal einen Sargassum-Anglerfisch aus der Nähe studiert? Sieht aus wie etwas, das explodiert ist, nachdem es mindestens schon drei Jahre abgelaufen war. Aber sag mal, was bitte schön hast du gegen eierlegende Wollmilchsäue? Das sind doch wahnsinnig praktische Tiere. Einmal kräftig schütteln, und schon hast du Teig für Omeletten. Schlauchpilz, Schlauch, hihi. Peitschenwurm, haha.

Hier gehts zur ganzen Poller-Kolumne (Der Bund 14.4.20)

Hamstern

Derzeit sind ja Hamsterkäufe in, und weil Frau Feuz stets mit der Mode geht, hat sie sich auch einen dieser knuffigen Gesellen angeschafft. Aschi heisst er. Aschi war anfänglich sehr dick und dann von einem Tag auf den anderen nicht mehr. Dafür waren da sechs neue Mini-Aschis. Aschi sei kein Aschi, sondern zooladenträchtig gewesen, liess der Nachbar von oben durch das Loch in der Küchendecke verlauten. Sie möchten wissen, wieso es in meiner Küchendecke ein Loch hat, werte Leserschaft? Sagen wir mal so: Wenn eine vermeintlich leere Druckluftflasche auf Erfindergeist trifft, ist Apollo 13 nicht mehr weit.

Die ganze Poller-Kolumne in Der Bund (17.3.20) gibts hier zu lesen

Liebe Pulmex

Du warst stets ein sicherer Wert in meinem Leben. Eine Institution, der Fels in der Brandung, ein Leuchtturm in dunklen Zeiten. Denn seit jeher signalisieren dein gelbes Aluminium-Kleid und dein Kampfer-Rosmarin-Geruch, dass nun alles gut wird. Trost aus der Tube. Heisst natürlich auch, dass du überhaupt erst ins Spiel kommst, wenn einiges nicht mehr gut ist. So wie kürzlich, als Frau Feuz krank darniederlag. Natürlich googelte ich die Symptome des Coronavirus. Und zur Sicherheit auch noch gleich Sars, Ebola und die Maul- und Klauenseuche. Die Internetrecherche ergab: Ich hatte alles davon.

Die ganze Poller Kolumne (Der Bund 18.2.20) gibts hier

Lieber Edwin Rist

Über dich ist letztes Jahr ein Buch veröffentlicht worden. Gerade einmal 22 Jährchen jung warst du, als sich die darin geschilderten Vorkommnisse ereigneten. Wenn nun jemand mit so wenig Lenzen auf dem Buckel ein Buch gewidmet bekommt, hat diese Person entweder etwas richtig Grossartiges vollbracht, wie zum Beispiel ein Reich erobert. Oder etwas wahnsinnig Dummes getan, wie zum Beispiel ein Reich erobert.

Das Buch über dich heisst «Der Federndieb», weil du ja tatsächlich nur Federn geklaut hast. Nun gut, es waren richtig teure Federn von exotischen und zum Teil sehr alten Vögeln. Und besagte Vögel waren ja auch noch dran an den Federn, die du 2009 aus dem Natural History Museum in der englischen Kleinstadt Tring mitlaufen liessest. Total 299 Vogelpräparate hast du in deinem Koffer aus dem Museum getragen, derweilen der Wachmann offenbar ein Fussballspiel guckte.

Die ganze Poller-Kolumne (Der Bund 29.1.20) gibts hier zu lesen

Lieber Regenwurm

Erst mal: Frohes neues Jahr, werte Leserschaft! Doch, doch, das darf man durchaus noch wünschen. Zu spät ist es höchstens dann, wenn man sich in der Badehose im Marzili kreuzt. Haben Sie Ihre Neujahrsvorsätze auch alle schon gebrochen? Frau Feuz ungefähr fünf Minuten nach Mitternacht. Ein Sündenpfuhl sondergleichen, dieses Hamburg, aber das ist eine andere Geschichte.

Einen Vorsatz für 2020 will ich allerdings noch nicht über Bord werfen, zu relevant ist dessen Inhalt in einer Zeit, in der Geld und Egomanie regieren und weniger Privilegierte oftmals auf der Strecke bleiben. Die Unterschätzten, Geächteten und Verlachten sollen künftig in dieser Kolumne zu Worte kommen, die, welche normalerweise nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Heute: der Regenwurm.

Zur ganzen Kolumne (Der Bund 7.1.20) gehts hier

Lieber Øscår Elch

Du bist ja kürzlich unter Beschuss geraten, weil du in deiner Pop-up-Bar Heizstrahler aufgehängt hast, du Hirsch du. Dir sei nicht bewusst gewesen, dass man das nicht dürfte, hast du verlauten lassen. Ist ja auch nicht einfach, sich als Paarhufer aus dem hohen Norden durch den Schweizer Gesetzesdschungel zu elchnen. Schon klar. Merke dir einfach Folgendes: Heizpilze und -strahler sind pfui, Gløgg ist hui. Montiert man nämlich genug von diesem schwedischen Glühwein, den du verkaufst, in sich hinein, brauchts keine externe Wärmequelle mehr. Und ausserdem spricht man plötzlich auch fliessend Schwedisch. Was sagst du lieber Øscår Elch? Beides ein Trugschluss? Pah. Spielverderber.

Die ganze Poller-Kolumne (Der Bund 3.12.19) gibts hier zu lesen

Lieber Gott

du hast kürzlich angerufen und mich ordentlich zusammengestaucht. Was zum Teufel denn in mich gefahren sei, dass ich in der Zeitung einen solchen Brunz über deine Arbeitsweise verkünden würde. Zur Erinnerung: Frau Feuz hat in ihrem letzten Poller (der «Bund» vom 28. August) behauptet, dass der Allmächtige bei der Verteilung der Fähigkeiten und Charaktereigenschaften geschlampt und bei der Instandsetzung von Frau Feuz nur noch grosse Klappe, pubertären Humor und zwei linke Hände im Baukasten übrig gehabt habe. So richtig muff warst du am Telefon, gell Gott. Hier ein Auszug aus unserem Gespräch.

Die ganze Poller-Kolumne in Der Bund (28.8.19) gibst hier