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Mit Glasknochen um die Welt

Seit sie 2016 den Anruf erhalten habe, in welchem ihr mitgeteilt wurde, dass sie die Gewinnerin des Tiny Desk Contest sei, also des renommierten Wettbewerbs des amerikanischen TV-Senders NRP, sei ihr Leben nicht mehr dasselbe, sagt Sängerin und Violinistin Gaelynn Lea. Weil sie danach immer mehr nationale und auch internationale Konzertanfragen erhielt, gab sie ihren Job auf, verkaufte das Haus und tourt seitdem zusammen mit ihrem Ehemann praktisch ununterbrochen um die Welt.

Gaelynn Leas Musik ist auch aus dem Grund aussergewöhnlich, weil die Indie-Folk-Musikerin ihre Geige nicht auf gängige Weise nützt. Weil sie an der Glasknochenkrankheit leidet, sehr klein ist und im Rollstuhl sitzt, spielt Gaelynn ihre Violine nicht auf der Schulter, sondern wie ein Cello und hält dabei den Bogen wie bei einem Kontrabass.  Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.

Gaelynn Lea tritt am Mittwoch 20. Juni um 19 Uhr zusammen mit dem Tabula Musica Orchester im Zentrum Paul Klee auf. Das Konzert wird im Rahmen der Reihe Zukunftsmusik ausgestrahlt, die schweizweit erste Veranstaltungsreihe für barrierefreie Musik. Sie bringt neue Instrumente, internationale KünstlerInnen und MusikerInnen mit/ohne Beeinträchtigung auf die Bühne.

«Touchdown»

«Touchdown» berichtet nicht nur über Menschen mit Downsyndrom, sondern wurde auch von solchen mitkonzipiert. Einerseits zeigt die Ausstellung im Zentrum Paul Klee Arbeiten von internationalen und nationalen Kunstschaffenden, andererseits werden auch gesellschaftliche und wissenschaftliche Aspekte zum Leben mit Downsyndrom aufgegriffen. Somit leistet «Touchdown» einen wichtigen Beitrag zur Debatte über gesellschaftliche Teilhabe und Vielfalt. Zum ganzen Beitrag auf Radio RaBe gehts hier.

«Die Revolution ist tot ….»

Die Oktoberrevolution sorgte in Russland für einen radikalen Umbruch in der Gesellschaft. Dieser Umbruch manifestierte sich denn auch in der Kunst, wobei sich zwei komplett unterschiedliche Strömungen herauskristallisierten: hier die gegenstandslose Kunst der Russischen Avantgarde, dort die bildstarke Propaganda des sozialistischen Realismus.
Zum 100. Geburtstag widmen das Berner Kunstmuseum und das Zentrum Paul Klee der russischen Revolution gemeinsam eine Ausstellung: «Die Revolution ist tot. Lang lebe die Revolution!» – Ein Beitrag von Gisela Feuz.