Schweizer Klischees mit Kamikaze

Sie hätten sich eine Woche lang mit ihrem Equipment in einem Chalet eingeschlossen und viel Käse und Schokolade gegessen, beschreibt Schlagzeuger Alexandre Maurer den Entstehungsprozess der neuen EP «Beta» von Kamikaze. Fehlt eigentlich nur noch die lila Kuh und Gold im Keller. Inwiefern im Interview mit «The Independet» absichtlich die klassischen Schweizer Klischees bedient wurden, muss dahingestellte bleiben. Ist aber eigentlich auch Cervelat. Denn alleine die Tatsache, dass ein Schweizer Quartett dermassen mutig und gekonnt Stilgrenzen auslotet, synthetische Klangwelten, Radiohead, Avant Garde Jazz und David-Lynch-Soundtrackesques miteinander verwebt und damit die Englische Presse auf sich aufmerksam macht, verdient Respekt.

Die Vorliebe für das Bastardisieren von Stilen zeigt sich denn auch im Video von Tokyo Data Collective zum Song «Crestfallen»: Glitzerschminke trifft auf Sabber-Boxer, Pyro, Film Noir, Bollywood und Auto-Nostalgie. Und dann schneits auch noch richtig schön schweizerisch. Video ab – Viel Vergnügen!

Kamikaze sind live zu sehen am 21. Mai in der Turnalle des Progr, die EP «Beta kommt» am 23. Mai heraus.

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