Schwarze Sterne schlucken

Bonjour. Er sei ein Franzose, der seit fünf Jahren in Bern wohne und er habe da jetzt eben dieses Video produziert, welches er gerne mit uns teilen würde, so der Eingang im Promotionsbriefkasten. Besagter Herr nennt sich Normotone, was im medizinischen Bereich in etwa «mit normalem Druck» bedeutet. So viel ist klar, das Video selber wirft dann allerdings einige Fragen auf.

  • Wie ist die Aufforderung «swallow the dark stars and find out» zu verstehen? Geht es hier etwa um Drogen?!
  • Was hat der herzige Bub mit besagten schwarzen Sternen am Hut? Ein Fall für die KESB?
  • Wenn das Schlucken von schwarzen Sternen einen herzigen Buben zu kreativem Arbeiten verleitet – in diesem Fall das Auslaubsägelen von Sternen – warum verabreichen wir nicht auf der Stelle allen Goofen schwarze Sterne?
  • Wiederholt wird dazu aufgefordert, eine Türe zu öffnen. Bloss: welche? Steckt hier allenfalls jemand mit Klaustrophobie im Gurtenbähnli fest?
  • Haben Sie in Ihrer Jugend auch mal nach einer Gothic-Party im Schloss Hünegg schwarz in die Büsche gereihert, weil man ja an solchen Partys aus farblichen Gründen nur (schlechten) Whisky-Cola trinken durfte?
  • Gibt es die Gothic-Partys im Schloss Hünegg eigentlich noch?
  • Und hat sich denn eigentlich musikalisch zum Donnerwetter nichts getan in der Gothic-Szene seit den 90er-Jahren?!

«A★I Dark Stars» wurde von «Phllox & Pedro» fabriziert, das zugehörige Video mit ab und an durchaus schmucken Bildern stammt von Normotone. Normotone wiederum ist das Soloprojekt eines in Bern beheimateten Herren namens Bruno, der gemäss eigenen Angaben seit den 90er-Jahre von den unlimitierten Möglichkeiten eines Synthesizers begeistert ist, der selber in musikalischen Projekten wie Axonal Warfare und Neon Cage Experiment mitgetan hat und diverse Remixe für Bands aus dem Bereich IDM, Industrial oder Cold-Wave anfertigt.

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