Zur Strafe CSI Miami

«Hasta La Vista» hätte Frau Feuz ja noch zuordnen können. Kam aber nicht. «We need a bigger boat» beschwor in den grauen Hirnzellen gerade noch ein schwaches Bild von einem sehr grossen, sehr gefährlichen Fisch herauf, «Chrieg», «Unser Garten Eden» und «Wintergast» hat man ja zum Glück vor noch nicht allzulanger Zeit selber gesehen, dass Goldie Hawn seit Jahrzehnten mit Kurt Russell liiert ist, stand mal irgendwo in einem Gala, das in der Sauna rumlag, und dass K.I.T.T. ein Pontiac Firebird ist, hat einem damals der grosse Bruder mit glänzenden Augen mehr als ausgiebig erklärt.

Bildschirmfoto 2015-12-31 um 12.58.17

Dann war dann aber auch schon bald mal Feierabend im den feuzschen Wissen gestern Abend beim grossen Filmquiz im Kino Rex. Ja ich schäme mich. Andererseits waren die Fragen denn auch nicht unbedingt auf ein durchschnittliches Kinogänger-Publikum ausgerichtet, sondern eher für die Nerd-Abteilung. Damit trotzdem einigermassen Chancengleichheit herrschte, mussten «Professionelle» (etwa Kinobetreiber, die extra aus Züri angereist waren oder Filmwissenschaftler) mit einem Handicap von 10 Punkten starten. Wer beim Googeln erwischt wurde, dem drohte eine Strafe in Form von drei Folgen CSI Miami.

Die Rexquiz-Fragen, welche mit zahlreichen vergnüglichen Filmausschnitten und Toneinspielungen untermalt wurden, waren ganz unterschiedlicher Natur. So gab es etwa Punkte für Wissen zu Titeln und Regisseuren, aber auch Filmmusik, Nacherzählungen durch Berner Promis, Automarken, verbindende Elemente oder eben das Zuordnen von Filmzitaten waren ein Thema. Egal wie schlecht man abschnitt, lehrreich und unterhaltsam war der Abend so oder so, zumal Moderator Peter Kraut am Schluss die Antworten zu allen Fragen inklusive vielen Zusatzinformationen lieferte. So weiss Frau Feuz jetzt zum Beispiel, dass Freddie Frinton in «Dinner for one» insgesamt 11 Mal über den Tigerkopf stolpert, dass das Auto von Steve McQueen in der waghalsigen Verfolgungsjagd in «Bullit» mehr Radkappen verliert, als es Räder hat und dass es in Willisau kein Kino namens Rex gibt.

Wer beim Rexquiz nächsten Jahr eine Chance haben will, der angle sich einen kompetenten Teampartner (danke André!), behalte das Programm des Rex im Auge und schaue ab sofort sechs Stunden pro Tag Arthouse-Klassiker. Wer es ein bisschen einfacher mag, der gehe am 28.1., 25.2. oder 24.3. zu Lüpolds Filmquiz ins Les Amis.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *