Bizarre Musikgenres Teil 20

Die Welt der Musikgenres ist eine vielfältige, bunte und manchmal unfreiwillig komische. In dieser Serie sollen Genres zum Zuge kommen, von denen Sie bis anhin vielleicht (zu recht) noch nie gehört haben. Heute: Kawaiicore.

Kawaii ist ursprünglich ein japanischer Ausdruck, der sich mit «liebenswert» oder «niedlich» übersetzen lässt. Mittlerweile steht Kawaii aber auch für ein ästhetisches Konzept, in welchem Unschuld und Kindlichkeit betont werden und das sich in alle Bereiche der japanischen Gesellschaft ausgedehnt hat. Was einst ausschliesslich Teenie-Mädchen begeisterte, wird heute auch bei staatlichen Veröffentlichungen, Warnungen oder gar Werbungen fürs Militär verwendet und ist natürlich auch in der Pop-Kultur omnipräsent. So setzen sich typisch japanische Pop-Gruppen oft aus mehreren Kawaii zusammen, also kindlich kostümierten Teenagern, die zu schwungvoller Musik rumturnen.

Ein Kawaii der etwas anderen Art ist ein Herr namens Ladybeard, der früher als professioneller Wrestler durch die Lande tingelte und sich nun in einem Trio namens Ladybaby als Frontmann austobt. Er sei ein grosser Freund von Heavy Metal und Techno-Pop und Kawaiicore gebe ihm die Möglichkeit, seine beiden Passionen zu vereinen, liess Herr Ladybeard letztes Jahr in eine Interview verlauten. Und weiter: «I try to look as pretty as possible while doing so». Nun ja. Schönheit soll ja bekanntlich im Auge des Betrachters liegen. Aber entscheiden Sie doch selber. Hier sind Ladybaby mit «Nippon Manju», in dem alle Dinge besungen werden, welche die drei toll finden an Japan. Für Sie, werte Leserschaft, exklusiv in der Karaoke-Version zum Misingen. Video ab:

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