Wenn das Chaos kein Game mehr ist

An der HKB erforschen die beiden Historiker Eugen Pfister und Arno Görgen die Wechselwirkung von Horror-Games und Gesellschaft. Die Corona-Krise beschert ihnen nun ein aktuelles Studienobjekt.

Welt aus den Fugen: «Resident Evil 3» erscheint im April 2020

Seit der Bund die Empfehlung ausgesprochen hat, dass möglichst viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht werden soll, dürften viele Game-Konsolen heiss laufen, denn digitale Spiele sind in unseren Breitengraden ein äusserst beliebter Zeitvertreib.

Im Gegensatz zu anderen populärkulturellen Erzeugnissen wie etwa Filmen werden Games in der Forschung stiefmütterlich behandelt. So auch, was die Erforschung ihres Einflusses auf den öffentlichen Diskurs anbelangt. Dabei ist diese Wechselwirkung zweifelsohne gross, man bedenke nur, welch immense Reichweite sogenannte AAA-Spiele haben – also Spiele, für deren Entwicklung und Vermarktung 100 Millionen Dollar oder mehr ausgegeben werden – und wie viel Zeit nicht nur junge Menschen heute mit Gamen verbringen.

Den ganzen Beitrag in Der Bund (26.3.20) gibts hier zu lesen

«The Fall» – Bern im Chaos

Ein tödliches Virus und Weltwirtschaftskrise: Im Comic «The Fall» hat der Berner Illustrator Jared Muralt die aktuellen Ereignisse vor zwei Jahren vorausgenommen. Nun erscheint Band 2 der postapokalyptischen Comic-Serie.

Vor zwei Jahren kam der erste Band von «The Fall» heraus. Darin versank Bern, ja die Welt, aufgrund eines grassierenden Virus und einer Weltwirtschaftskrise im Chaos. Inwiefern ist eingetroffen, was Sie vor zwei Jahren gezeichnet haben?

Es gibt offensichtliche Parallelen wie etwa das Virus oder Hamsterkäufe. Allerdings ist das Virus in «The Fall» viel aggressiver als das Coronavirus und tötet viel mehr Menschen. Ein weiterer Unterschied ist, dass in meinem Comic schon Weltwirtschaftskrise und Rezession herrschen, bevor das Virus auftaucht. Weil es der Wirtschaft und den Menschen schlecht geht, ist es schwieriger, adäquate Gegenmassnahmen gegen die Pandemie zu treffen, weil die Mittel fehlen. So gerät in «The Fall» das System komplett aus den Fugen. Tote werden nicht mehr aus Wohnungen geborgen, marodierende Banden ziehen durch die Strassen, und Menschen fliehen aus den Städten. So weit sind wir ja zum Glück nicht.

Wie fühlt es sich an, die aktuellen Ereignisse zumindest partiell vorausgenommen zu haben?

Komplett surreal. Vorher war dieses Szenario ja nur in meinem Kopf und betraf ausschliesslich meine Figuren. Jetzt betrifft es plötzlich reale Menschen um mich herum.

Hier gehts zum ganzen Interview mit Jared Muralt (Der Bund 21.3.20)

Hamstern

Derzeit sind ja Hamsterkäufe in, und weil Frau Feuz stets mit der Mode geht, hat sie sich auch einen dieser knuffigen Gesellen angeschafft. Aschi heisst er. Aschi war anfänglich sehr dick und dann von einem Tag auf den anderen nicht mehr. Dafür waren da sechs neue Mini-Aschis. Aschi sei kein Aschi, sondern zooladenträchtig gewesen, liess der Nachbar von oben durch das Loch in der Küchendecke verlauten. Sie möchten wissen, wieso es in meiner Küchendecke ein Loch hat, werte Leserschaft? Sagen wir mal so: Wenn eine vermeintlich leere Druckluftflasche auf Erfindergeist trifft, ist Apollo 13 nicht mehr weit.

Die ganze Poller-Kolumne in Der Bund (17.3.20) gibts hier zu lesen

Audio-Feature «Das Tier in mir»

Was denken Tiere über Menschen? Das Audio-Feature «Das Tier in mir» für die gleichnamige Aussstellung im Berner Tierpark Dählhölzli lief 2020 im Wettbewerb des Radio & Podcast Festivals sonohr und kann hier nachgehört werden.

Hauptrollen: Affe (Thomas U. Hostettler), Bandwurm (Matto Kämpf), Bär (Marcus Signer), Ente (Heidi Maria Glössner), Filzlaus (Sandra Künzi), Fledermaus (Julia Monte), Hund (Stefano Wenk), Pfau (Andri Schenardi), Regenwurm (Ariane von Graffenried)

Les trois Suisses

Die Stimmung ist aufgekratzt, ein bisschen wie im Bubenzimmer im Skilager, und es ist offensichtlich, dass sich da zwei auch nach 28 Jahren Zusammenarbeit immer noch sehr gerne leiden mögen. Sie sind ja auch lustige Vögel: Resli Burri, 61, Darling der Berner Kleinkunstszene, der mit zahlreichen Projekten verbandelt ist, und Pascal Dussex, 59, sympathisch hemdsärmlig und mit markant-sonorer Baritonstimme ausgestattet, die er mit Gauloises in Schuss hält.

Den ganzen Artikel zu Les trois Suisses (Der Bund 5.3.20) gibst hier zu lesen