Monthly Archives: October 2019

«Wie Zuckerwatte machen»

Kabarettist Joachim Rittmeyer wechselt fliessend zwischen Hochphilosophischem und Kalauer. In seinem neuen Programm «Neue Geheimnische» schläft jemand.

«Wenn einer auf der Bühne schläft, ist das ja eigentlich ein totaler Stimmungskiller. Aber weil ich ein Faible habe für Antithemen, passiert in meinem Programm genau das.» Joachim Rittmeyer ist berühmt-berüchtigt dafür, dass seine Kabarettabende gerne etwas anders verlaufen, als man dies von gängigen Programmen kennt. Darum teilt der Wahlbasler in seinem 21. Programm «Neue Geheimnische» die Bühne mit einem sehr stillen Compagnon: dem Bauern Roman Zemp, der in einem Kornkreis gefunden worden ist und seitdem im Wachkoma liegt.

Den ganzen Text in Der Bund (17.10.19) gibts hier

«Fensterlos»

In der Schweiz gibt es insgesamt acht Babyfenster, in denen Neugeborene anonym platziert werden können. Zweifellos eine grosse Hilfe für Mütter in Not, doch was ist mit den ausgesetzten Kindern? Diese Frage ergründet Samuel Flueckiger in seinem Kurzfilm «Fensterlos», zu sehen bei Shnit.

Shnit Worldwide Shortfilmfestival Aaron Film

«Mal geile Männer»

Ist die Show der strippenden Männertruppe Chippendales ein Akt der Gleichberechtigung? «Ender weniger», findet Frau Feuz.

Alles begann 1979 im sonnigen Kalifornien, als ein findiger Geschäftsmann die Idee hatte, mit einer strippenden Männertruppe weibliches Publikum in seinen Club namens Chippendale zu locken. Die Show war so erfolgreich, dass das Konzept bald einmal in die Welt hinausgetragen wurde und 40 Jahre später immer noch Hallen auf allen Kontinenten füllt. Weltweit gibt es immer nur 20 Männer, die sich Chippendale nennen dürfen. Die Hälfte davon ist fix in Las Vegas stationiert, die andere tourt im Schnitt acht Monate pro Jahr um die Welt, wobei jährlich 2 Millionen Eintrittskarten abgesetzt werden.

Zum ganzen Text in Der Bund (13.10.19) gehts hier

Wirbellos

In seinem Zweitling «Wirbellos» spinnt der Berner Autor Giuliano Musio lustvoll Lügengebilde und überträgt dabei Überlebenstaktiken rückgratloser Tiere auf Menschen.

Aussergewöhnliche Familienbiografien und Irreal-Absonderliches haben es ihm offenbar angetan, dem Berner Schriftsteller Giuliano Musio. So stand in seinem Debütroman «Scheinwerfen» ein Familienbetrieb im Zentrum, der übersinnliches Handwerk praktiziert.

Vier Jahre nach seinem Erstling lässt Musio mit «Wirbellos» nun einen Roman folgen, in dem wiederum die Geschichte rund um eine Familie voller Sonderlinge im Zentrum steht. Für das übersinnliche Element ist allerdings einer zu­ständig, der nicht zu dieser Familie gehört, sondern auf höchst unglückliche Art und Weise mit ihr verbandelt ist: Martin Schwammer.

Hier gibts die Besprechung zu «Wirbellos» in Der Bund (3.10.19) und hier gehts zum Interview mit Giuliano Musio bei Radio Bern RaBe.