Monthly Archives: October 2018

Keine Gutenachtgeschichte

bel_vederDer Berner Mirko Beetschen legt mit seinem Zweitling «Bel Veder» ein spannendes und finsteres Stück Schauerliteratur vor. Wer Ferien in einem abgelegenen Hotel plant, lässt das besser.

«Dies ist keine Gutenachtgeschichte», warnt ein namenloser Herausgeber im Vorwort des Romans «Bel Veder». Dabei seien die in der Folge geschilderten Ereignisse nicht etwa seiner Fantasie entsprungen, sondern stammten aus einem Manuskript, in dessen Besitz er zufälligerweise gelangt sei. Auch wenn die Begebenheiten abstrus klingen würden, so hätten sie sich wohl tatsächlich so zugetragen. Zumindest legten dies die intensiven Recherchen nahe, welche er angestellt habe.

Die ganze Rezension zu Mirko Beetschens «Bel Veder» in der Bund (15.10.18) gibts hier zu lesen

Workshop Medienpromotion

Ein Workshop für Musiker*innen & Bands, die sich besser verkaufen wollenworkshop

Was ist Medienpromotion, was ist Marketing? Wie funktionieren die Mechanismen im Kulturmedienmarkt? Wie denkt eine Musikredaktorin? Was macht eine gute Bio aus? Wie erhöhe ich meine Chancen, am Radio gespielt zu werden? Was ist mein Image? Wie provoziere ich die Interview-Fragen, die ich beantworten will?

Fragen wie diese gehen wir am 21.11.18, 18:30 – 20:30 Uhr im Workshop Medienpromotion von Sonart Musikschaffende Schweiz  unter der Leitung von Frau Feuz an, und zwar in der Stube im Progr.

Frau Feuz hat fertig

10 jahreGeduldig und nachsichtig hast du so einige feuzsche Text-Experimente, Stilblüten, Unwahrheiten und sprachliche Unflatiche über dich ergehen lassen, gell liebes KulturStattBern. Entschuldigen mag ich mich nicht dafür, weil ich weiss, dass meine blühende Fantasie dir insgeheim genau gleich viel Freude bereitet hat wie mir. Vielmehr möchte ich mich bei dir bedanken, dass ich mich all die Jahre dermassen hemmungslos austoben durfte.

10 Jahre lang hat Frau Feuz für KulturStattBern, das Online-Blog der Zeitung der Bund, geschrieben. Nun hat sie fertig. Den Abschiedsbeitrag gibts hier zu lesen.

Wie Putin den Kreml einnahm

Bei der traditionellen Neujahresansprache am 31.12.1999 erlebte die russische Bevölkerung eine Überraschung: Der amtierende Präsident Boris Jelzin war zurückgetreten, an seiner Stelle wandte sich ein gewisser Wladimir Putin an die Nation. Boris Jelzin hatte die Staatsgeschäfte vorläufig an den ehemaligen Leiter des KGB übergeben, drei Monate später wurde Putin dann definitiv zum neuen Staatsoberhaupt Russlands gewählt.
Die Ereignisse rund um den Machtwechsel hat der ukrainische Filmemacher Vitaly Mansky aus nächste Nähe mitverfolgt. In seinem Dokumentarfilm «Putin’s Witnesses» beleuchtet er die Geschehnisse im Kremel während rund eines Jahres nach Putins Machtübernahme. Zum ganzen Beitrag für Radio RaBe gehts hier.

Vordrängelnde Seniorinnen

pollerLiebe Seniorin mit violetten Haaren,

wenn vordrängeln olympisch wäre, hätten Sie letzte Woche vor der Take-away-Glastheke in der Migros die Goldmedaille abgeräumt. Doch, doch, tun Sie nicht so bescheiden. Das war Füredrücke in Perfektion. Techniknote sechs. Frau Feuz hat höchstens eine Zehntelsekunde auf ihr Telefon geschaut und zack, als ich wieder aufblickte, hatte ich Ihre violette Lockenwicklerfrisur vor der Nase. Also eigentlich vor der Brust, weil ich bin ja sehr gross und Sie nicht.

Die ganzen Poller-Kolumne in der Bund (04. 10.18) zu vordrängelnden Seniorinnen gibts hier zu lesen.

Absurde Komik: Johannes Dullin

«Bloody brilliant» finden die einen, «überhaupt nicht lustig», die anderen. Das Comedy-Programm des Johannes Dullin spaltet die Geister. Der 38-jährige gebürtige Deutsche, der in Bolligen lebt, mag es absurd, albern und unvorhersehbar. In England – dem Mutterland des absurden Humors – findet die Komik des Johannes Dullin grossen Anklang. In Schottland verkauft er beim weltgrössten Comedy-Festival The Fringe die Säle aus, im deutschsprachigen Raum sieht sich der brachiale Poet und Hohepriester des Nonsense manchmal mit Unverständnis konfrontiert.

Am 10. und 26. Oktober 2018 zeigt Johannes Dullin im Café Kairo sein Programm «Komm und bring einen Freund mit», in welchem er der Vernunft den Kampf ansagt.
Ein Beitrag für Radio RaBe