Monthly Archives: September 2017

Der schlechte Weg: Via Mala

Das Theater an der Effingerstrasse bringt mit «Via Mala» von John Knittel ein gewaltiges Familiendrama auf die Bühne. Der moralische Konflikt der Vorlage bleibt seltsam blutleer.
via mala

In jungen Jahren lebte Schriftsteller John Knittel (1891–1970) einige Zeit in London und am Genfersee und unternahm Reisen nach Ägypten, Algerien und Tunesien, bevor er sich 1939 in Graubünden niederliess. Hier spielt denn auch Knittels Roman «Via Mala», sein wohl berühmtestes Werk, welches sich mehr als drei Millionen Mal verkaufte, mehrfach verfilmt (zuletzt 1985 mit Mario Adorf in der Hauptrolle) und fürs Theater adaptiert wurde. Vor drei Jahren zeigte das Freilichtmuseum Ballenberg eine Mundart-Fassung von «Via Mala», am Samstag lud das Theater an der Effingerstrasse nun zur Premiere des Stückes in Hochdeutsch.

Die ganze Rezension in «Der Bund» hier online lesen

Surprise Strassenfussball

Am Sonntag den 24. September feiert die Surprise Strassenfussball-Liga auf dem Bundesplatz den Saisonabschluss 2017. Surprise ist nämlich nicht nur Herausgeber des gleichnamigen Strassenmagazins, das an über 100 Standorten in der deutschsprachigen Schweiz auf der Strasse verkauft wird, sondern Surprise holt seit 2003 auch mit Strassenfussball erfolgreich armutsbetroffene und ausgegrenzte Menschen aus dem sozialen Abseits zurück aufs Spielfeld des Lebens. Den ganzen Beitrag gibts hier.

P.S. Frau Feuz kickt mit!

Too Late Show im Stadttheater!!!

Berns abgefahrene Late Night Show ist zurück. Und wie! Auf der grossen Bühne des Stadttheaters wird in der Too Late Show satirisch, absurd und mit bissigem Humor das aktuelle Geschehen aus Berner Sicht zerpflückt. Nichts bleibt auf dem Teppich, kein Eisen ist zu heiss, kein Witz zu platt, kein Stargast zu klein. Showmaster Dominik Gysin führt durch die Show, stets im Wortgefecht mit seinen Sidekicks, dem famosen Lyriker Raphael Urweider, dem unsäglichen Matto Kämpf sowie der Stimme der Vernunft (ahahaa) , Frau Feuz. Gäste: Franz Hohler, Lisa Catena, Raymond Fein und Surprise Guests

 Too Late Show, 15. Dezember, Stadttheater Bern, Ticket hier sichern!!

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Spoken Word Pionier Jurczok 1001

Er ist Dichter, Sänger und MC in einem und wenn er Musik produziert, wird er selber zum Einmannorchester. Die Rede ist Jurczok 1001. Der 43-jährige Zürcher Roland Jurczok gilt als Pionier der Spoken Word Szene und auch wenn er in Mundart dichtet und sing, so ist er doch alles andere als ein Heimatdichter – vielmehr äussert er sich in seinen Texten und Songs gerne gesellschaftskritisch zu Weltgeschehnen und Zeitgeist.  Am Sonntag 24. September ist Jurczok 1001 im Schlachthaus Theater zu Gast. Den ganzen Beitrag gibt’s hier.

Berührend und beschämend

Die Pygmäen in Zentralafrika, die Aborigines in Australien, die Tuareg in den Wüsten Nordafrikas, die Guarani in den Regenwäldern des Amazonas oder die Inuit im Polargebiet: Rund vier Prozent der Weltbevölkerung gehören einer sogenannten indigenen Ethnie an, also einer Gemeinschaft, die seit langer Zeit in einem Land lebt, dort aber nicht die nationale Regierung kontrolliert. Bis 2007 erfuhren Indigene keine besondere Unterstützung auf internationaler Ebene, erst mit der UNO-Deklaration über die Rechte indigener Völker änderte sich dies. Diese Deklaration feierte diese Woche ihren 10 Geburtstag.

Auch das Volk der Samen in Lappland gehört zu einer Minderheit, deren Alltag lange Zeit von Diskriminierung und Ausgrenzung geprägt war. Diese Woche lief in der Schwedischen Filmreihe in der Cinématte mit «Sami – A Tale from the North» ein berührender Film, der schonungslos aufzeigt, wie die kleine indigene Gemeinde, deren Siedlungsraum sich im hohen Norden von Norwegen bis Russland erstreckt, tagtäglich mit Vorurteilen, Erniedrigung und Rassismus zu kämpfen hatte.

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Berner Rap Zeitreise

Es gibt wahrscheinlich kein Musikgenre, in welchem so versiert mit Sprache, Rhythmus und Klang umgegangen wird wie im Rap. Begonnen hat alles in den 70er-Jahren in den USA, von dort trat der Rap seinen Siegeszug über die ganze Welt an und hielt in den 90ern auch in Bern Einzug. Frau Feuz unternimmt eine Zeitreise von Wurzel 5 über Baze bis zu den Yangboy$.

Eine Auftragsarbeit von Radio Antenne im Rahmen des Musikfestival Bern

Odysee mit Hund und Kater

surprise

Zehn Jahre hat Slavcho Slavov auf Europas Strassen verbracht. Seine stängigen Begleiter: Hund Lourd und Kater Matz. Heute lebt das Trio in Bern, wo Slavo nach langer Reise endlich ein Zuhause gefunden hat. Der gebürtige Bulgare hat seine Erlebnisse zu Papier gebracht, herausgekommen ist das Buch «Meine Odysee mit Lourd und Matz», welches Slavo gemeinsam mit seiner Kunst in der Berner Spitalgasse verkauft. Frau Feuz hat den tierliebenden Mann porträtiert, zu finden ist der Text in der aktuellen Ausgabe Nr. 408 von Surprise.

 

Leben mit Tinnitus

Musik ist etwas Wunderbares – ist man ihr allerdings ständig in grosser Lautstärke ausgeliefert, dann kann Musik auch zu Hörschäden führen. Geschätzte 5-10% der Bevölkerung leiden unter Tinnitus, also einem ständigen Störgeräusch auf den Ohren.

Simon Petermann ist Posaunist in verschiedenen Formationen, so zum Beispiel bei Fischermanns Orchestra oder Inside The Baxter Building, und leidet nicht nur unter Tinnitus, sondern hat vor fünf Jahren auch einen Hörsturz erlitten. Auslöser dafür sei allerdings nicht laute Musik gewesen, sondern Stress, sagt Petermann. Auch Dr. Peter Schönenberger, der in Belp eine Beratungsstelle für Musikermedizin führt, verweist auf den Zusammenhang von Stress und Tinnitus.  Den ganzen Beitrag gibts hier.

Eine Auftragsarbeit für Radio Antenne im Rahmen des Musikfestival Bern

Groombridge: Eigenwillig geklotzt

Fragil bis psychedelisch entrückt: Die Burgdorfer Band Groombridge legt mit «Specht» ein wuchtiges Rock-Album vor.

Eingemietet hat man sich mitten im lauschigen Burgdorf in einer alten Leinenweberei. Um zum Bandraum zu gelangen, muss eine schmale Brücke überquert werden, darunter rauscht und gurgelt idyllisch der Dorfbach. Drinnen herrscht aufgeräumtes Geräte- und Instrumentenwirrwarr, überschaut wird die Angelegenheit von einem Darth-Vader-Helm, auf dem ein Abziehbild der lokalen Fussballmannschaft prangt.

Aufgeräumt sind auch die vier Herren Groombridge – ein fünfter wird sich später noch dazugesellen und die Band komplementieren. Anlass des Treffens: der neuste musikalische Wurf der Mannschaft beziehungsweise die fünfte Platte namens «Specht», die so gar nicht nach beschaulichem Emmental klingt.

Den ganzen Text in «Der Bund» hier online lesen