Monthly Archives: January 2017

Bubi, Drugs und Rock’n’Roll

Grenzgänger und Menschenfreund: Sänger und Musiker Bubi Rufener arbeitet seit 20 Jahren in der Anlaufstelle der Suchthilfe Contact.
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Den meisten ist er bekannt als lautstarker Frontmann der Berner Mundart-Gruppe Bubi Eifach, der auf der Bühne gerne kesse Sprüche klopft und den Rock’n’Roll-Lifestyle zelebriert. Christian Rufener, den alle nur unter dem Spitznamen Bubi kennen, kann aber auch ganz anders. Seit 20 Jahren arbeitet der 48-jährige bei Contact, Stiftung für Suchthilfe, und betreut in der Berner Anlaufstelle suchtkranke Menschen. Zu seiner Stelle bei Contact gelangte der gelernte Buchhändler durch Zufall: Nach einem einjährigen Aufenthalt in Paris kehrte er ohne einen Rappen in der Tasche nach Bern zurück. Ein Job musste her. Eigentlich hätte er seine alte Anstellung in der Comicabteilung einer renommierten Buchhandlung wieder antreten können, er habe aber etwas Neues ausprobieren wollen, erzählt Rufener.

Das ganze Porträt gibt’s im Surprise Strassenmagazin Heft 391 zu lesen.

«Tony, you rock»

Während andere in seinem Alter sich auf die Pensionierung und das süsse Nichtstun freuen, denkt Anthony Thomas mitnichten ans Aufhören. Der Beruf des gebürtigen Amerikaners: Gitarrist und Sänger der Basler Garagerock-Truppe The Lombego Surfers. Seit rund 30 Jahren malträtiert der 63-jährige Tony bei den Lombegos die Gitarre und schreit sich dazu die Seele aus dem Leib. Mattias Willi hat der Legende nun den 40-minütigen Dokumentarfilm «Tony, you rock» gewidmet, in welchem besagter Tony in charmantem Baseldeutsch-Englisch über seine musikalischen Anfänge, die veränderte Attitüde der heutigen Kids und den Punk-Spirit sinniert.

Nebst Anthony Thomas selber kommen auch langjährige Wegbegleiter zu Wort wie etwa Künstler Dirk Bonsma, Schlagzeuger Olivier Joliat und Teilzeit-Lombego Bassist Luc Montini. Sie alle zeichnen das gleiche Bild: Ein authentischer und umgänglicher Mann ist er, dieser Tony, der die Gitarre lieber zu laut als zu leise spielt und die musikalische Schlichtheit der 60er-Jahre beibehalten hat.
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Nicht verzagen, Pepe fragen

Er hoffe auf die Zukunft des Radios, sagte Ruedi Häusermann kürzlich im Interview, weil es dasjenige Medium sei, welches die Vorstellungskraft am meisten schärfe. Vielleicht dreht sich ja deswegen im neuen Stück der Kapelle Eidg. Moos alles ums Radio, beziehungsweise um den fiktiven Sender RadioMoos, wobei die drei Angestellten Ruedi Häusermann, Herwig Ursin und Jan Ratschko vom Jinge über die musikalischen Inhalte, bis hin zum Hörspiel gestern Abend im Schlachthaustheater alles selber vor Ort produziert hätten. Ja, hätten. Konjunktiv. Wegen Krankheit fiel die Vorstellung von Kapelle Eidg. Moos kurzfristig aus.

Einer der drei Radioangestellten sass dann aber trotzdem auf der Bühne, denn: Ausfall? Nicht verzagen, King Pepe fragen. Berns Kreuzung aus Buster Keaton und Rocko Schamoni sprang kurzerhand mit seiner Gitarre ein, um den Sendeausfall von RadioMoos zu überbrücken, und zwar mit Herwig The Engine alias Herwig Ursin an seiner Seite, der Mini-Schlagzeug, Trompete und Keyboard alles gleichzeitig bediente.

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