Monthly Archives: May 2016

«Herbertgeschichten»

herbertgeschichtenElisabeth Schrom gibt mit 69 Jahren ihr Debüt «Herbert­geschichten» heraus und überzeugt dank schlichter, präziser Sprache und liebevoller Charakterisierung.

Eine Frau fehle ihm nicht. Höchstens eine Putzfrau, erklärt Herbert seinem besten Freund Rudolf beim wöchentlichen Treffen im Park. Immer dienstags kommen die beiden Rentner bei der gleichen Bank im Stadtpark zusammen und pflegen dort ihre wortkarge Männerfreundschaft. Während Rudolf mit der verknöcherten Edith verheiratet ist, lebt Herbert seit 30 Jahren allein, hat sich sein Leben aber ganz gut eingerichtet. Klar doch. Manchmal wünscht auch er sich eine Frau. Aber wo sollte er eine Frau unterbringen in seiner Wohnung?

Hier gibt’s die ganze Rezension von «Herbertgeschichten» online / pdf

Winterbergs Überstunde

12 Jahre lang haben Christian Kropf, Professor der Zoologie, und Schauspieler Uwe Schönbeck im Naturhistorischen Museum Bern ihre humoristische Vortragsreihe «Winterbergs Überstunde» veranstaltet. Der Hörsaal platzte jeweils aus allen Nähten und trotzdem soll jetzt ein Pause eingelegt werden, weswegen nächste Woche die vorerst letzte Vorlesung zum Thema Elefanten über die Bühne geht.

10 Jahre Kairo-Keller

topelement

Manu Gnos: 450 Konzerte und acht Gartenfestivals (Bild: Urs Lindt)

Seit seinen Anfängen im Jahr 1998 beherbergt das Café Kairo auch ein farbenfrohes Konzertlokal. Pro Jahr werden bis zu sechzig Konzerte im knapp neunzig Leute fassenden Keller veranstaltet. «Diese Konzerte können nur stattfinden, weil Betreiberin Trine Pauli ein grosses Herz für die Kultur hat und mit Geld aus dem Gastrobereich das Kulturprogramm ermöglicht», sagt Manuel Gnos. Der 44-jährige Journalist und Mitbetreiber eines Bed & Breakfast war in den letzten zehn Jahren zuständig für das musikalische Programm im Kairo-Keller und an den Gartenfestivals. Sein Amt übergibt er nun an Moritz Wolf.

Hier gehts zum Interview mit Manuel Gnos

Hüter des schlechten Geschmacks

Seit 10 Jahren treiben die Tequila Boys ihr musikalisches Unwesen. Am Freitag lud die alkoholaffine Männer-Riege zur grossen Geburtstagssause im Dachstock.

Die Tequila Boys feiern ihr 10 Jahre Jubilaeum im Dachstock. Ein Shot bevor es auf die Buehne geht ©Franziska Rothenbuehler

Saufen gehört zum Tequila-Boys-Programm, da muss auch Gastsänger Dominik Gysin durch. Bild: Franziska Rothenbuehler

Freitagnacht, Dachstock Reitschule, Hochburg der alternativen Musikkultur. Das Publikum schunkelt zu «Tulpen aus Amsterdam», ein nicht mehr ganz standfestes, überaus tollkühnes Pärchen übt die Hebefigur aus «Dirty Dancing», und ein gestandener Rocker in Lederhosen reckt zum Eurodance-Verbrechen «I Like to Move it» die Fäuste in die Luft. Die Musikauswahl erinnert an eine Jukebox irgendwo in einem ländlichen Pub, die Song-Lieferanten sind allerdings aus Fleisch und Blut, wobei sich der Blut-Anteil in deren Venen- und Adernsystemen im Verlauf des Abends dramatisch verringert und mehr und mehr durch Feuerwasser ersetzt wird. Willkommen in der Welt der Tequila Boys, Hüter des schlechten Geschmacks seit nunmehr 10 Jahren.

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42 Nationen in vier Wohnblöcken

Ein Dorf ist ein Mini-Kosmos sondergleichen, in dem unterschiedlichste Menschen mit den verschiedensten Geschichten, Lebensauffassungen und Anliegen aufeinandertreffen. Im Burgdorfer Quartier Gyrischachen trifft die ganze Welt in gerade mal vier Wohnblöcken aufeinander. 2’500 Menschen aus 42 Nationen wohnen in den Betonklötzen, die etwas abgelegen und durch die Emme von Burgdorf City abgetrennt nur über zwei Zufahrtsstrassen zu erreichen sind. Die einen bezeichnen den Gyrischachen als Paradies, für die anderen ist es ein Ghetto. Die Filmemacherin Sonja Mühlemann hat diese Wohnblock-Welt nun in ihrem Dokumentarfilm «Gyrischachen – von Sünden, Sofas und Cervelats» porträtiert, wofür sie etwa 12 Personen während drei Jahren immer wieder mit der Kamera besucht hat.

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