Category Archives: Radio

«Lasst die Alten sterben»

Ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens ist die eigene Identitätsfindung. Das heisst: Teenager müssen rebelliert. Was aber, wenn die Eltern so cool und liberal sind, dass nicht wirklich gegen sie rebelliert werden kann? Dieser Frage geht der Berner Filmemacher Juri Steinhart in seinem ersten Spielfilm nach. «Lasst die Alten sterben» heisst Steinharts Debut und ist einerseits eine Zustandsanalyse der Generation Zuckerwatte – also derjenigen Generation, die alles hat und ein Leben in kitschig-süsser Harmonie lebt. Andererseits ist «Lasst die Alten sterben» aber auch eine Hommage an die Punkbewegung der 80er-Jahre.

Der Film läuft ab Mittwoch 11. Oktober im Kino Rex, Bern.

Punk-u-mentary «A Fat Wreck»

Wenn sich ein Unternehmen 25 Jahre lang erfolgreich über Wasser halten kann, dann ist das schon eine Leistung. Wenn dieses Unternehmen dann noch ein kleines unabhängiges Musik-Label ist, das in erster Linie Punk-Platten herausbringt, dann ist das schon fast unglaublich. Genau das hat Fat Wreck Chords geschafft, letztes Jahr konnten das US-Label 25 Kerzen auf der Geburtstagstorte ausblasen. Treibende Kraft hinter Fat Wreck Chords ist der Frontmann der Melodic-Punkband NOFX Mike Burkett genannt Fat Mike. Ihm und seinem Label hat Filmemacher Shaun Colon nun eine Dokumentation gewidmet, «A Fat Wreck» heisst die Punkumentary, welche am Samstag 7. Oktober als CH-Première im Planetspade gezeigt wird. Das ganze Interview mit Mike Burkett gibts hier zu sehen und zu hören.

Surprise Strassenfussball

Am Sonntag den 24. September feiert die Surprise Strassenfussball-Liga auf dem Bundesplatz den Saisonabschluss 2017. Surprise ist nämlich nicht nur Herausgeber des gleichnamigen Strassenmagazins, das an über 100 Standorten in der deutschsprachigen Schweiz auf der Strasse verkauft wird, sondern Surprise holt seit 2003 auch mit Strassenfussball erfolgreich armutsbetroffene und ausgegrenzte Menschen aus dem sozialen Abseits zurück aufs Spielfeld des Lebens. Den ganzen Beitrag gibts hier.

P.S. Frau Feuz kickt mit!

Spoken Word Pionier Jurczok 1001

Er ist Dichter, Sänger und MC in einem und wenn er Musik produziert, wird er selber zum Einmannorchester. Die Rede ist Jurczok 1001. Der 43-jährige Zürcher Roland Jurczok gilt als Pionier der Spoken Word Szene und auch wenn er in Mundart dichtet und sing, so ist er doch alles andere als ein Heimatdichter – vielmehr äussert er sich in seinen Texten und Songs gerne gesellschaftskritisch zu Weltgeschehnen und Zeitgeist.  Am Sonntag 24. September ist Jurczok 1001 im Schlachthaus Theater zu Gast. Den ganzen Beitrag gibt’s hier.

Berner Rap Zeitreise

Es gibt wahrscheinlich kein Musikgenre, in welchem so versiert mit Sprache, Rhythmus und Klang umgegangen wird wie im Rap. Begonnen hat alles in den 70er-Jahren in den USA, von dort trat der Rap seinen Siegeszug über die ganze Welt an und hielt in den 90ern auch in Bern Einzug. Frau Feuz unternimmt eine Zeitreise von Wurzel 5 über Baze bis zu den Yangboy$.

Eine Auftragsarbeit von Radio Antenne im Rahmen des Musikfestival Bern

Leben mit Tinnitus

Musik ist etwas Wunderbares – ist man ihr allerdings ständig in grosser Lautstärke ausgeliefert, dann kann Musik auch zu Hörschäden führen. Geschätzte 5-10% der Bevölkerung leiden unter Tinnitus, also einem ständigen Störgeräusch auf den Ohren.

Simon Petermann ist Posaunist in verschiedenen Formationen, so zum Beispiel bei Fischermanns Orchestra oder Inside The Baxter Building, und leidet nicht nur unter Tinnitus, sondern hat vor fünf Jahren auch einen Hörsturz erlitten. Auslöser dafür sei allerdings nicht laute Musik gewesen, sondern Stress, sagt Petermann. Auch Dr. Peter Schönenberger, der in Belp eine Beratungsstelle für Musikermedizin führt, verweist auf den Zusammenhang von Stress und Tinnitus.  Den ganzen Beitrag gibts hier.

Eine Auftragsarbeit für Radio Antenne im Rahmen des Musikfestival Bern

Krabat und die Kummerbuben

Die Gruppe Vorort wird dieses Jahr im Berner Stadttheater den Krabat als Weihnachtsmärchen zeigen, also Otfried Preusslers Geschichte rund um den Müllersburschen, der sich auf einen zwielichtigen Müller und schwarze Magie einlässt. Mit dabei: die Berner Rumpelrocker Kummerbuben, welche für die musikalische Untermalung sorgen. Mehr zum Produktionsprozess der Songs gibts hier. Und so schlagen sich die Bubis im Krabat-Quiz:

Heimatfilm-Parodie «Heidiland»

Ein Heimatfilm der etwas anderen Sorte – das macht denn auch gleich der Untertitel klar: «Heidiland – they fucked with the wrong Heidi». Das Heidiland, welches dem Berner Regisseur Johannes Hartmann für sein Spielfilm-Debut vorschwebt, hat so gar nichts mit trauter Welt und Swissness zu tun. Im Gegenteil. Ein blutiger Horrorfilm solls werden. Statt Water-Boarding gibts in Hartmanns Heimatfilm-Parodie Fondue-Boarding und statt einem freundlichen und netten Heidilein, agiert eine veritable Heidi-Kampfmaschine.
Für seinen Film konnte Johannes Hartmann zwei bekannten Produzenten an Bord holen, zum einen Tero Kaukomaa, also der Macher von Iron Sky, andererseits Valentin Greutert, der mit One Way Trip einen Horrorfilm in 3D gedreht hat. Letztes Wochenende wurde im dritten UG eines Fabrikgebäudes auf der Warmbächlibrache ein Teaser für «Heidland» gedreht. Frau Feuz hat dem Filmset einen Besuch abgestattet.

«Blut.» «Und sonst so?» «Noch mehr Blut.» Daniel Steffen gibt Auskunft über die Special Effects in «Heidiland». Oder auch nicht.