Category Archives: Film

Berner Kurzfilmnacht

Am Freitag 23. März startet die 16. Ausgabe der Kurzfilmnacht. In den Kinos Cinematte und Bubenberg gibt es insgesamt 21 Kurzfilme unterschiedlichster Natur zu sehen. Als lokale Premiere wird bei der Berner Ausgabe der Kurzfilmnacht  «Fast alles» gezeigt, ein 23-minütiges Drama, in welchem Lisa Gertsch das Thema Frühdemenz verhandelt. Feinfühlig und mit viel Liebe zu ihren Figuren erzählt die 26-jährigen Berner Filmemacherin die Geschichte von  Paul (Michael Neuenschwander), der mit erst 47 Jahren an Frühdemenz erkrankt ist. Seine Frau Leandra (Oriane Schrage)  sollte ihn ins Heim bringen, doch Paul kann sie überzeugen ans Meer zu fahren.  Den ganzen Beitrag bei Radio RaBe gibts hier

 

Kinderfilmclub Zauberlaterne

Die Zauberlaterne ist ein Filmclub, der sich nicht über mangelndes Publikum beklagen kann. 6-12 Jahre jung sind die Zauberlaternen-Cineast*innen, welche sich 9 Mal im Jahr im Berner Kino ABC zu Vorführungen treffen. Gezeigt werden Filme unterschiedlichster Machart, womit das Interesse des jungen Publikums für filmisches Schaffen gefördert werden soll. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.

Liebes YB, …..

Frau Feuz schreibt ab sofort für Der Bund regelmässig bei der Kolumne Der Poller mit. Ihren Einstand hat sie mit einem heiklen Thema gegeben: einem offenen Brief an YB, in dem es um schwule Liebe im Profifussball geht.

Liebes YB,
pollerdu bist nach der Winterpause fulminant gestartet und wirst dieses Jahr Meister, gell. Das ist toll! Toll ist auch, dass man dich zudem bald im Kino wird bewundern können. Marcel Gisler hat ja mit «Mario» einen Film gedreht, in dem du eine zentrale Rolle spielst. Unter anderem erhält die Zuschauerschaft darin Einblick in die heiligen Katakomben des Stade de Suisse, wo wir den fiktiven Spielern beim Umziehen und Duschen zugucken dürfen. Also ich persönlich bin ja der Meinung, dass es keinesfalls verkehrt sein kann, so ganz ungeniert auf durchtrainierte nackte Männerhintern gucken zu dürfen. Bestimmt wird mir da ein grosser Teil der weiblichen Leserschaft zustimmen. Und auch ein Teil der männlichen.

Den ganzen Poller in Der Bund vom 7.2.18 hier online lesen

Schwule Liebe im Profifussball ist nach wie vor ein Tabuthema – ein Tabuthema, das Regisseur Marcel Gisler in seinem neuen Spielfilm «Mario» aufgreift. Gisler Mut wurde belohnt: «Mario» ist in vier Kategorien für den Schweizer Filmpreis nominiert. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier.

Der Film über Filmmusik

Sind Ihnen die Namen John Williams, Thomas Newmann oder Steve Jablonsky ein Begriff? Nicht? Dann aber doch sicherlich Hans Zimmer oder Ennio Morricone?! Wie auch immer, wenn Sie die richtig grossen Filmkisten à la «E.T.», «Spiel mir das Lied vom Tod», «Star Wars», «Der Weisse Hai» oder «Jurassic Park» mögen, dann haben sie es garantiert schon mit einem dieser Herren zu tun bekommen. Die Erwähnten produzier(t)en nämlich allesamt Filmmusik, sind also zuständig für diejenige Komponente eines Filmes, die unabdingbar ist, wenn in punkto Emotionen mit grosser Kelle angerührt werden soll. Der Geschichte der Filmkmusik, hat Regisseur Matt Schrader nun einen eigenen Dokumentarfilm gewidmet: «Score – A Film Music Documentary»

«The Score» lässt nicht nur eine Vielzahl der aktuellen Hollywood-Komponisten zu Wort kommen, sondern blickt auch zurück auf die Anfänge der Filmmusik. Während in der Stummfilmzeit Klavierspiel in erster Line dazu eingesetzt wurde, das Rattern des Projektors zu übertönen, wurde im Jahre 1933 mit dem Soundtrack von «King Kong» offenbar ein Meilenstein in der Filmmusik gelegt.

Den ganzen Beitrag bei KulturStattBern hier lesen

Reise durch Kinolandschaft

Philipp Hartmann ist auf Reise gegangen quer durch Deutschland – stolze 20’000 Kilometer hat er dabei zurückgelegt. Mit im Gepäck war seine Kamera, besucht hat der 46-jährige Filmemacher insgesamt 66 Kinos ganz unterschiedlicher Natur in städtischen und ländlichen Gefilden. So ist ein filmisches Kaleidoskop entstanden von Filmclubs, Programmkinos und Multiplex-Palästen.  Den ganzen Beitrag zum Film «66 Kinos» bei RaBe gibts hier.

«Dene wos guet geit»

10 Jahre lang lebte der gebürtig Zürcher Cyrill Schäublin in Peking und Berlin. Für ihn sei aber immer klar gewesen, dass er seinen ersten Spielfilm in seiner Heimatstadt Zürich drehen wolle. Genau das hat der 33-jährige Filmemacher nun getan. «Dene wos guet geit» erzählt in ruhigen, streng komponierten, ja schon fast gemäldehaft anmutenden Bildern die Geschichte einer jungen Enkeltrickbetrügerin. Mit lakonischem Humor und betont nüchtern beleuchtet Schäublin in seinem Debut auch eine inhaltsleere Alltagskommunikation, die sich um Handy- oder Krankenkassentarife und um Zahlen, Zahlen und noch einmal Zahlen dreht.

Ein Beitrag für Radio RaBe

«Have a Nice Day»

Ein bisschen wie Tarantinos Pulp Fiction, nur gezeichnet. Und genau gleich wie es Pulp Fiction in den Anfängen tat, sorgt auch der Animationsfilm «Have a Nice Day» in gewissen Kreisen für rote Köpfe, wurde der Independentfilm doch in China und Frankreich zensiert. «Have a Nice Day» ist das Werk des chinesischen Künstlers Liu Jian, welcher seine schwarze Komödie in Eigenregie schrieb und über drei Jahre lang alleine daran zeichnete.

Den ganzen Beitrag zu «Have a Nice Day» bei KulturStattBern kann man hier lesen.

Extremsituation Casting

Castings gehören zur täglichen Arbeit von Schauspielenden – und trotzdem können sie eine Tortur sein. Der «Extremsituation» Casting hat der deutsche Regisseur Nicolas Wackerbarth nun einen Film namens «Casting» gewidmet. Darin sucht Regisseurin Vera die Idealbesetzung für ihr Remake von Fassbinders «Die bitteren Tränen der Petra von Kant». Doch kurz vor dem ersten Drehtag und nach zahlreichen Castings hat sie die Hauptrolle immer noch nicht gefunden. Produzent und Team sind kurz vor dem Verzweifeln.

lardi_castingWackerbarths «Casting» wirft einen schonungslosen Blick in die Abgründe menschlicher Beziehungen, die gesteuert sind durch Macht, Leidenschaft und Verzweiflung. Ganz nebenbei fördert Wackerbarth auch bittere Wahrheiten über Kräfteverhältnisse und Abhängigkeiten in der deutschen Fernsehbranche zu Tage.

Mit dabei in «Casting» ist auch die gebürtige Bünderin Ursina Lardi. Ursina Lardi lebt seit langer Zeit in Berlin, hat in zahlreichen Theater-, Fernseh- und Kinofilmen mitgewirkt und taucht auch immer mal wieder am Sonntagabend in einem Tatort auf. Castings könnten tatsächlich eine sehr unangenehme Sache sein, erzählt Ursina Lardi im Telefoninterview.

Shnit en miniature

Während es in der Heiliggeistkirche bei der offiziellen Eröffnung des Kurzfilmfestival Shnit wohl eher förmlich zu und her gegangen sein dürfte, kamen in der Aula des Progr die jungen Wilden zum Zuge. Oder besser gesagt: Die jungen Wilden und Frau Feuz. Letztere war nämlich kurzfristig aufgeboten worden, die Slam Movie Night zu moderieren, weil dem vorgesehenen Host die Stimme abhanden gekommen war.

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#ladiespower

Die Slam Movie Night fand gestern bereits zum 10. Mal im Rahmen des Shnit statt. Grundsätzlich ist so eine Nacht eine äusserst unterhaltsame Angelegenheit, die aus zwei Teilen besteht: Im ersten Block gibts heiteres Filmeraten, wozu kurze Clips gezeigt werden, in welchen ein Team auf unorthodoxe und unkonventionelle Art und Weise eine Szene aus bekannteren oder auch unbekannteren Filme nachspielt. Im zweiten Teil traten gestern Abend insgesamt acht Kurzfilme um Ru(h)m und Ehre an. Das Publikum kann mit Buhrufen oder Klatschen dafür sorgen, dass ein Film frühzeitig abgebrochen wird oder in die Finalrunde gelangt. Im Zweifelsfall entschied die mehr oder weniger kompetente Jury bestehend aus Mister Jonny Bunko von Boys on Pills, Jessica Zuber von den KSB-Sisters-in-Crime Bärner Meitschi und einer Publikumsvertreterin. Insgesamt fünf Filme schafften es gestern ins Finale.

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